Züblin kehrt 2018/19 in die Gewinnzone zurück - VRP und CEO tritt ab

Zürich (awp) - Die Immobiliengesellschaft Züblin ist im vergangenen Geschäftsjahr 2018/19 in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Zugleich informiert die Gruppe über einen Wechsel an ihrer Spitze.

Konzernchef und Verwaltungsratspräsident Iosif Bakaleynik plant seinen Abgang. Er tritt an der kommenden Generalversammlung vom 18. Juni vom Präsidium zurück, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Als Nachfolger wird Wolfgang Zürcher vorschlagen, der bereits seit 2014 Mitglied des Gremiums ist.

Das Amt des Konzernchef behält Bakaleynik, der die Gruppe in den vergangenen Jahren umfassend umstrukturiert und rekapitalisiert habe, bis zum Amtsantritt eines Nachfolgers. Die Nachfolgeregelung soll bis spätestens Ende September 2019 erfolgen.

Bakaleynik präsentiert zum Abschluss schwarze Zahlen. Unter dem Strich verblieben 6,6 Millionen Franken, nachdem im Vorjahr noch ein Minus von 29,3 Millionen Franken zu Buche gestanden hatte. Im Vorjahr hatte die Auflösung von Reserven sowie der aufgegebene Geschäftsbereich in Deutschland das Ergebnis massiv belastet und zu dem Verlust geführt.

Der Verwaltungsrat schlägt gleichwohl eine unveränderte Ausschüttung von 1,00 Franken je Aktie aus den Kapitaleinlagereserven vor.

Stabiler Betriebsertrag

Die Immobilienfirma verbuchte laut den Angaben einen stabilen Betriebsertrag von 7,4 Millionen. Der Erfolg vor Finanzaufwand und Ertragssteuern (EBIT) sank um 0,8 Millionen auf 3,6 Millionen Franken. Der Erfolg aus fortzuführenden Geschäftsbereichen beläuft sich auf 6,2 Millionen und entspricht einem Anstieg gegenüber der Vorjahresperiode um 5,5 Millionen Franken, wie das Unternehmen weiter mitteilte.

Der Gesamtwert des aus fünf Immobilien bestehenden Portfolios erhöhte sich in der Berichtsperiode minimal um 0,6 Millionen auf 200,9 Millionen. Die Leerstandsrate beläuft sich trotz hohem Leerstand in Bern auf rund 10 Prozent und die Restmietdauer (WALT) beträgt rund vier Jahre.

Die flüssigen Mittel werden per Stichtag auf 6,1 Millionen beziffert. Das Immobilienportfolio sei mit einer fünfjährigen, revolvierenden Rahmenfinanzierung von 118 Millionen Franken finanziert. Davon seien lediglich 65 Millionen beansprucht. Daraus errechnet sich eine Belehnungsrate (LTV) des Portfolios von 32 Prozent.

Im neuen Geschäftsjahr 2019/20 will Züblin das Immobilienportolio weiter ausbauen. Das Marktumfeld sei anspruchsvoll, die Preise seien hoch. Das Wachstum könne daher einzig über die strikte Fokussierung auf und die sorgfältige Auswahl von Anlagechancen erfolgen.

pre/rw