SNB-Bankratspräsidentin: Keine systemischen Probleme mit Mobbing oder Sexismus

Bern (awp) - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) sieht keine Hinweise auf ein "systemisches Problem betreffend Mobbing, Diskriminierung und Sexismus". Eine Untersuchung der seit 2015 gemeldeten Fälle bei der SNB habe "erstens nur wenige und zweitens keine gravierenden Fälle" zu Tage geführt, so Bankratspräsidentin Barbara Janom Steiner.

Entsprechende Vorwürfe gegen die Nationalbank seien im Herbst "überraschenderweise" in einzelnen Medienberichten geäussert worden, sagte sie am Freitag an der SNB-Generalversammlung. Das Online-Magazin "Republik" berichtete damals über Anschuldigungen aktueller und früherer SNB-Mitarbeiterinnen wegen mutmasslichem Sexismus, Mobbing und Lohndiskriminierung gegen Frauen.

Das Direktorium habe sofort nach Bekanntwerden kommuniziert, dass ein solches Verhalten nicht toleriert werde, sagte Janom Steiner. "Jeder Hinweis auf ein mögliches Fehlverhalten wird ernstgenommen und, wenn angebracht, wird ein Vorfall mit Massnahmen geahndet", betonte sie.

Die SNB wolle zudem sicherzustellen, dass ihre Prozesse im Personalbereich "in jeder Hinsicht zeitgemäss" seien, Chancengleichheit gewährleisteten und keine Diskriminierung zuliessen. Das Direktorium habe deshalb in Absprache mit dem Bankrat eine Überprüfung der Prozesse in Auftrag geben.

"Die entsprechenden Arbeiten sind bereits fortgeschritten. Allfällige Optimierungsmöglichkeiten aus der Überprüfung werden konsequent umgesetzt", versicherte Janom Steiner.

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