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LOGITECH INT.
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(Zusammenfassung, mit Aussagen von Logitech-Chef)

Lausanne (awp) - Logitech ist von Juli bis September weiter gewachsen. Insbesondere Videokonferenznutzer füllten dem Computerzubehör- und Unterhaltungselektronik-Hersteller erneut die Kassen. Auch die Verkäufe von Tastaturen und Mäusen legten zu.

Insgesamt fuhr Logitech im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2019/20 einen Umsatz von 719,7 Millionen Dollar ein. Das sind 4,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Dabei hatte Logitech Gegenwind von der Währungsfront. In Lokalwährungen habe das Wachstum 6 Prozent betragen, teilte der Konzern am Dienstag in einem Communiqué mit.

Wachstumsmotor waren die Videokonferenzsysteme, deren Verkäufe in Lokalwährungen um 60 Prozent nach oben schossen. Hier habe man Rekordumsätze erzielt, erklärte Konzernchef Bracken Darrell. Bei den PC-Mäusen steigerte sich Logitech um 5 Prozent, während die Tastaturen gar um 7 Prozent zulegten. Bei Audio & Wearables betrug das Plus 12 Prozent.

Das jetzige Wachstum der Videokonferenzsparte sei nicht nachhaltig, sagte Konzernchef Bracken Darrell im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP: "Ich erwarte kein Wachstum von 60 Prozent jedes Quartal. Aber wir haben eine sehr lange Periode von sehr starkem zweistelligem Wachstum und ich erwarte, dass das so weitergeht." Das Geschäft habe das Potential zu sehr starken Wachstumsraten von 25 bis 35 Prozent.

Gamerabsatz lahmt

Beim Gamerzubehör gelangen nach dem Wachstumsschub vor einem Jahr keine Sprünge mehr. Die Verkäufe stiegen in Lokalwährungen lediglich noch um 2 Prozent. Im Vorjahr hatte das Spiel Fortnite für reissenden Absatz gesorgt und die Messlatte hoch gelegt. Ohne die Astro- und PC-Gaming-Kopfhörer hätten die übrigen Gamingprodukte im abgelaufenen Quartal ein zweistelliges Wachstum gezeigt, schrieb Logitech.

Dennoch blieb das Gamingzubehör die wichtigste Umsatzquelle von Logitech (161 Mio Dollar) vor den Tastaturen (139 Mio Dollar) und Mäusen (132,8 Mio Dollar). Das Wachstum im Traditionsgeschäft von Logitech sei keine Überraschung, sagte Darrell. Die Menschen rund um den Globus würden weiterhin PCs benutzen. Dies sei die langfristige Basis für Logitech. Bei den Webcams stieg der Umsatz um 3 Prozent.

Markant nachgelassen haben dagegen die Verkäufe von mobilen Lautsprechern, die um rund ein Viertel schrumpften. Das Vorjahresquartal habe von der Einführung der Boom 3 und Megaboom 3-Lautsprecher profitiert. "Wir erwarten, dass das Wachstum bei den mobilen Lautsprechern in naher Zukunft moderat bleibt", schrieb Logitech.

Nach unten ging es auch mit dem Tablet-Zubehör (-6 Prozent). Das Tablet-Geschäft sei ein Auf- und Ab-Geschäft, sagte Darrell. Wenn ein neues iPad lanciert werde, gingen die Verkäufe hoch, dann wieder runter, sagte Darrell. "Ich bin nicht besorgt über die Performance des Geschäfts."

Profitabilität gesteigert

Insgesamt konnte das amerikanisch-westschweizerische Unternehmen dennoch die Profitabilität steigern. Die Bruttogewinnmarge stieg auf 37,8 Prozent nach 37,1 Prozent im Vorjahr.

Kosteneinsparungen, geringere Zolltarife und ein vorteilhafter Produktemix hätten den Gegenwind durch die Auswirkungen des US-chinesischen Handelskriegs und die ungünstigen Wechselkurse mehr als wettgemacht, schrieb Logitech.

Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT (Non-GAAP) legte um 5,7 Prozent auf 89,4 Millionen Dollar zu. Bei den Non-GAAP-Zahlen rechnet Logitech verschiedene Posten heraus wie zum Beispiel Kosten im Zusammenhang mit Übernahmen und Restrukturierungsaufwendungen. Unter dem Strich stieg der Reingewinn um knapp 14 Prozent auf 72,9 Millionen Dollar.

Mit den Zahlen hat das Unternehmen die Erwartungen der Finanzgemeinde beim Umsatz leicht verfehlt, bei den Gewinnzahlen dagegen teils deutlich übertroffen.

Logitech habe solide Quartalszahlen geliefert trotz der schwierigen Konjunkturlage, sagte Darrell, der die Jahresprognose für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres bestätigte. Der Peripheriegeräte-Hersteller geht weiterhin von einem Umsatzwachstum in mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich aus. Und der EBIT (Non-GAAP) wird weiter zwischen 375 und 385 Millionen erwartet. Zum Vergleich: Im vorangegangenen Geschäftsjahr 2018/19 hatte Logitech den EBIT um 23 Prozent auf 352,4 Millionen Dollar verbessert.

jb/rw/ra