23.10.2020 13:30:51
LANDIS+GYR
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28.06.2019 17:18
 
Nachrichten von AWP von LANDIS+GYR
Datum Zeit Titel
12.10.2020 09:27 Landis+Gyr-Aktien unter starkem Abgabedruck nach Halbjahreszahlen
12.10.2020 07:48 Landis+Gyr erleidet im ersten Halbjahr Verlust
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05.08.2020 09:08 Landis+Gyr streicht weltweit rund 12 Prozent der Stellen - Kreditlinien gezogen
05.08.2020 07:28 Landis+Gyr streicht weltweit rund 12 Prozent der 5'800 Stellen
02.06.2020 22:30 Landis+Gyr-Chef: Visibilität nimmt zu mit Abflachen der Coronakrise
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28.05.2020 10:24 Landis+Gyr will Liquidität stärken und an GV Schaffung von Kapital vorschlagen
28.05.2020 07:52 Landis+Gyr will Liquidität stärken und an GV Schaffung von Kapital vorschlagen
06.05.2020 08:00 Landis+Gyr verzeichnet 2019/20 den erwarteten Umsatzrückgang
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06.03.2020 10:33 Landis+Gyr-Aktien nach Ankündigung von CEO-Wechsel unter Druck
06.03.2020 07:47 Landis+Gyr ernennt Werner Lieberherr zum neuen CEO
27.01.2020 09:54 Landis+Gyr-Aktien brechen nach Update zu 2019/20 ein
27.01.2020 07:45 Landis+Gyr sieht Ergebnisse 2019/20 "am unteren Ende" der Prognosen
17.01.2020 07:50 Landis+Gyr ernennt Elodie Cingari zur Finanzchefin
29.10.2019 08:00 Landis+Gyr mit mehr Umsatz und Gewinn im Halbjahr - Umsatzziel gesenkt
Weitere AWP-Nachrichten
Landis+Gyr-Chef: Visibilität nimmt zu mit Abflachen der Coronakrise
02.06.2020 22:30

Zug (awp) - Der Stromzählerhersteller Landis+Gyr blickt wieder etwas zuversichtlicher in die Zukunft. Die Visibilität nehme mit dem Abflachen der Coronaansteckungen langsam zu, sagte Konzernchef Werner Lieberherr in einem Interview mit der Mittwochsausgabe der "Finanz und Wirtschaft": "Aus England zum Beispiel kommen wieder Aufträge."

Aber der temporäre Umsatzeinbruch in Europa sei erheblich. In Grossbritannien seien am 16. März alle Installationen gestoppt worden. "Das sind 40 Prozent unseres Umsatzes in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA)", sagte Lieberherr. "Auch in Frankreich und den Niederlanden haben wir gestoppt."

In den USA sei der Rückgang weniger markant, weil die Installation an der Hausaussenseite gemacht werde. In Europa sei das anders, hier müssten die Installateure in die Häuser rein. "Positiv stimmt mich die Projektpipeline in den USA und, dass weltweit zwar Aufträge temporär ausgesetzt, aber nicht storniert wurden", sagte der neue Konzernchef, der seit April im Amt ist.

Tritt auf die Kostenbremse

Um zu sparen, schnallt Landis+Gyr den Gürtel enger. "Es braucht strukturelle Kostenanpassungen. Ich bin kein Fan von generellen Prozentzahlen, wie viele Stellen gespart werden müssen. Stattdessen sollten wir gezielt vorgehen", sagte Lieberherr: Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben sollten hoch bleiben. Für die allgemeinen Kosten sowie den Aufwand für Vertrieb und Administration gebe man jährlich rund 200 Millionen Dollar aus, was 13 bis 14 Prozent des Umsatzes entspreche. "Das müssen wir unternehmensweit anschauen."

Die geplante Schaffung von genehmigten und bedingtem Kapital in Höhe von 10 Prozent des Eigenkapitals könnte beispielsweise auch für eine Übernahme verwendet werden, erklärte Lieberherr: "Von unseren drei Plattformen Smart Meters, smarte Infrastruktur und Grid Edge Intelligence müssen wir uns in der Grid Edge Intelligence mehr entfalten."

Dabei gehe es darum, quasi am Ende des Netzes Software zu installieren, um die Stromproduktion und den Verbrauch optimal zu koordinieren. Das gehe über Smart Metering hinaus und umfasst etwa auch die Spannungsregelung im Stromnetz. "Um in der Softwareentwicklung für Grid Edge Intelligence schneller vorwärtszukommen, müsste es eher eine Akquisition sein", sagte Lieberherr.

jb/