Kuros steigert Umsatz 2019 deutlich - Rechnet 2020 mit Verzögerungen

Zürich (awp) - Das Biotechunternehmen Kuros hat im vergangenen Geschäftsjahr mehr Umsatz erzielt und gleichzeitig die Kosten gesenkt. Für das laufende Jahr geht das Unternehmen wegen des Coronavirus' von Verzögerungen bei den Forschungsprojekten und der Kommerzialisierung seines MagnetOs-Produktes aus.

Den Umsatz hat Kuros laut Medienmitteilung vom Donnerstag im vergangenen Jahr auf 2,6 Millionen Franken verfünffacht. Dies zeige, dass es dem Unternehmen gelungen sei, sich in ein Orthobiologie-Unternehmen mit wissenschaftlichen, klinischen und kommerziellen Spitzenleistungen in der Knochenregeneration zu entwickeln, hiess es in der Mitteilung weiter.

Dem Umsatz standen Ausgaben von 13,5 Millionen gegenüber, wobei sich die Kosten für Forschung und Entwicklung mit 6,5 Millionen niederschlugen. Gegenüber 2018 wurden die Kosten damit eingedämmt.

Unter dem Strich weist Kuros für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Verlust von 11,4 Millionen Franken aus. 2018 hatte dieser 13,7 Millionen betragen. Per Ende 2019 betrugen die zur Finanzierung der operativen Tätigkeiten verfügbaren Finanzmittel 21,9 Millionen (2018: 19,0 Millionen).

Hierin enthalten ist auch der Bruttoerlös von 12,5 Millionen Franken aus einer Kapitalerhöhung, die Kuros 2019 durchgeführt hatte. Mit den Mitteln soll die Pipeline vorangetrieben werden, insbesondere die klinische Phase-II-Studie des firmeneigenen Produktkandidaten Fibrin PTH (KUR-113) in der Wirbelsäulenfusion. Zudem soll mit den Mitteln auch die Vermarktung von MagnetOs in den USA und in ausgewählten Regionen Europas finanziert werden.

Verzögerungen wegen Coronakrise erwartet

Mit Blick auf 2020 erklärt der Kuros-CEO Joost de Bruijn in der Mitteilung, die ersten beiden Monate 2020 seien "stark" verlaufen, was die Einnahmen betreffe. "Die Ausbreitung von COVID-19 schafft nun erhebliche Unsicherheiten, und wir erwarten einige Verzögerungen in unserem Zeitplan, da die Operationen verschoben werden."

Das werde sich auf die Vermarktung von MagnetOs und die Phase-II-Studie von Fibrin-PTH an der Wirbelsäule auswirken. "Wir werden spezifische Einzelheiten mitteilen, sobald die Situation klarer wird."

hr/ra