Aktien Schweiz Vorbörse: SMI im Vorwärtsgang - Positives von US-Budgetdebatte

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt zeigt sich am Dienstag im vorbörslichen Geschäft etwas fester. Die am Montag eingeleitete Erholung nach den drei Verlusttagen der Vorwoche dürfte sich damit zumindest in der Startphase fortsetzen. Bis zum Jahreshoch des SMI bei knapp 9'170 der Vorwoche fehlt damit nicht mehr viel. Die Vorgaben aus den USA sind wenig inspirierend, in Asien dagegen - insbesondere in Japan - zeigen sich die Kurse am Handelstag dagegen fest. Verbunden ist dies mit Hoffnungen auf eine baldige Lösung im sino-amerikanischen Handelsstreit.

Seit Montag sind Vertreter der USA in China, um den Besuch einer hochrangigen US-Delegation unter Führung von Finanzminister Steven Mnuchin am Donnerstag und Freitag vorzubereiten. Beide Seiten halten derzeit eine Art Waffenstillstand in ihrem Handelskrieg. Die Einschätzungen, ob es tatsächlich zu einer Einigung kommt, gehen in Marktkreisen auseinander. Positive Signale gibt es auch im US-internen Haushaltsstreit. Die Unterhändler von Republikanern und Demokraten im Kongress verkündeten am Montag in Washington, sie hätten eine grundsätzliche Einigung gefunden - ohne aber Einzelheiten zu nennen. Unklar ist dabei vor allem, ob Präsident Donald Trump einer solchen Vereinbarung zustimmt.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Leitindex SMI notiert um 8.15 Uhr 0,25 Prozent höher bei 9'091,32 Punkten.

Die Mehrheit der Bluechips wird vorbörslich ohne spezifische Nachrichten um 0,2 bis 0,3 Prozent höher gestellt, so etwa auch Credit Suisse. Für die Bank hat Goldman Sachs das Kursziel etwas reduziert, gleichzeitig aber die Empfehlung "Buy" bestätigt. Das amerikanische Institut hat die Gewinnschätzungen für die Credit Suisse leicht nach unten revidiert, berücksichtigt damit aber lediglich die von der Grossbank in der Vorwoche kommunizierte höhere Steuerquote wegen der Einführung der sogenannten Base Erosion Anti-Abuse Tax (BEAT) in den USA. Die Schweizer Bank wird am (morgigen) Donnerstag Jahreszahlen vorlegen.

Mit Richemont (+0,6%) und Swatch (+0,5%) fallen einzige die beiden Luxusgüteraktien mit einem leichten Ausschlag nach oben auf.

Bei Zurich (+0,3%) ist dies nicht der Fall, eine Kurszielerhöhung durch Societe Generale bei einem unveränderten Rating "Hold" hat zumindest im vorbörslichen Geschäft kaum Auswirkungen auf den Aktienkurs des Versicherers.

Im Gegensatz dazu fallen Vontobel im Anschluss an die Präsentation der Jahreszahlen mit einem Minus von 2,4 Prozent klar zurück. Als Enttäuschung wurde in ersten Reaktionen der Geldabfluss im zweiten Semester sowie die lediglich gehaltene Dividende bezeichnet.

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