Aryzta schrumpft zum Jahresauftakt

Zürich (awp) - Der Backwarenkonzern Aryzta ist verhalten in sein neues Geschäftsjahr 2019/20 gestartet. Organisch schrumpfte das Unternehmen um 2,5 Prozent. Wie angekündigt ging es vor allem in Nordamerika nochmals bergab. Ab dem zweiten Halbjahr stellt Aryzta dort wieder Wachstum in Aussicht und bestätigte damit den Ausblick.

Von August bis Oktober setzt Aryzta insgesamt 843,9 Millionen Euro um, das sind 2,1 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode. Die Ergebnisse seien im Rahmen der eigenen Erwartungen ausgefallen, teilte Aryzta am Freitag mit. Gewinnzahlen veröffentlicht Aryzta jeweils nur für das Halb- und Gesamtjahr.

Aryzta hatte seine Anleger bereits bei der Vorlage der Jahreszahlen für 2018/19 darauf vorbereitet, dass im ersten Semester das Geschäft in Nordamerika weiter schrumpfen wird, bevor es dann im zweiten wieder bergauf gehen soll.

In Nordamerika schwanden die Umsätze nun organisch um 6,1 Prozent. Aber auch in Europa gab es einen Rückgang um 0,9 Prozent. Aryzta begründete dies in der Mitteilung damit, dass der Fokus auf der Profitabilität liege. So gingen zwar die verkauften Volumen in der Region Europa um 2 Prozent zurück, dafür steuerten Preiserhöhungen und der Produktemix 1,1 Prozent an Wachstum bei. Im für Aryzta noch kleinsten Markt Rest der Welt wuchs der Konzern um 7,5 Prozent.

Mit den Zahlen hat Aryzta die Erwartungen der Analystengemeinde verfehlt. Diese hatte gemäss einer Umfrage der Nachrichtenagentur AWP im Schnitt mit einem Umsatz von 864,8 Millionen Euro und einem organischen Minus von 1,6 Prozent gerechnet. Allerdings fiel der Umsatzrückgang in Nordamerika im Rahmen der Analystenerwartungen aus: Diese hatten ein Minus von 6,2 Prozent vorausgesagt.

Den Ausblick für das Gesamtjahr bestätigte Aryzta am Freitag. Beim Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA wird weiterhin eine Verbesserung in Aussicht gestellt.

Aryzta steckt seit längerem in der Krise. Das neue Managementteam unter CEO Kevin Toland muss nun vor allem das Geschäft in Nordamerika wieder auf die Wachstumsspur zurückbringen. Zudem will Aryzta mit dem Projekt "Renew" die Kosten senken.

tt/jb