Immobilienfirma SF Urban Properties verdient im Halbjahr deutlich weniger

Zürich (awp) - Die Immobiliengesellschaft Swiss Urban Properties (SFUP) hat im ersten Halbjahr 2020 deutlich weniger verdient als im Vorjahr. Für das Gesamtjahr bestätigt die Gesellschaft den bisherigen Ausblick.

Der Betriebsertrag (nach Neubewertungen) sank in der Berichtsperiode auf 13,7 Millionen Franken von 16,2 Millionen, wie dem am Montag veröffentlichten Halbjahresbericht zu entnehmen ist. Dabei nahm die wichtigste Ertragskomponente, der Liegenschaftenertrag, auf 12,9 Millionen von 13,7 Millionen Franken ab. Der Rückgang wird unter anderem mit der Covid-19 Risikovorsorge von 0,7 Millionen und der Bildung von Delkredere-Rückstellungen von 0,2 Millionen begründet.

Die Neubewertungseffekte aus Renditeliegenschaften flachten weiter ab und werden mit 0,8 Millionen nach 2,0 Millionen im Vorjahr beziffert.

Gestiegen sind dagegen die Kosten. So erhöhte sich der Betriebsaufwand auf 5,1 Millionen (VJ 4,3 Mio), womit ein Betriebsergebnis (EBIT) von 8,6 Millionen nach 11,9 Millionen im Vorjahr resultierte. Die entsprechende Marge sank auf 62,2 Prozent von 73,7 Prozent im Vorjahr.

Unter dem Strich verblieb noch ein Reingewinn von 4,8 Millionen Franken (-43,1%). Exklusive Neubewertungen sank der Reingewinn um 26,2 Prozent auf 5,5 Millionen Franken.

Der Portfoliowert stieg dank Aufwertungen leicht auf 648,5 Millionen nach 467,8 Millionen Franken im Vorjahr. Per Stichtag 30. Juni 2019 wird der Leerstand mit 2,3 Prozent (VJ 2,4%) angegeben.

Covid-Effekt von weniger als 3 Prozent des Nettomietertrags erwartet

Zum Ausblick schreibt das Immobilienunternehmen, es sei noch unklar, in welcher Form die finanziellen Konsequenzen der notrechtlichen Einschränkungen und Verbote letztlich politisch gelöst würden. Auf das ganze Jahr 2020 gesehen werde aber ein Effekt von weniger als 3 Prozent des Jahresnettomietertrages erwartet.

Der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung seien überzeugt, dass mit den Massnahmen genügend Vorsorge für das zweite Halbjahr 2020 getroffen worden sei, heisst es weiter. Insgesamt werde nach wie vor mit einem überzeugenden Unternehmensergebnis 2020 gerechnet.

Im Fokus des zweiten Halbjahres stehe die Beibehaltung der sehr niedrigen Leerstandsquote, heisst es weiter. Bei den Entwicklungsprojekten liege in den nächsten sechs Monaten die Vermarktung im Vordergrund.

sig/kw