PSP zufrieden mit 9-Monats-Ergebnis - Ausblick nochmals verbessert

(Zusammenfassung)

Zug (awp) - Das Immobilienunternehmen PSP Swiss Property hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2018 einen Zuwachs beim Liegenschaftsertrag verzeichnet. Unter dem Strich blieb der Gewinn allerdings leicht unter dem Vorjahr zurück, als deutlich mehr Wohnungen verkauft worden waren. Beim Ausblick legte das Unternehmen mit Blick auf den Leerstand nochmals nach. Insgesamt zeigte sich das Unternehmen mit dem Ergebnis zufrieden.

Die Stimmung am Schweizer Immobilienmarkt bessere sich etwas, besonders im Hauptmarkt Zürich und teilweise auch in Genf, sagte CEO Giacomo Balzarini am Dienstag. Künftig dürfte auch der Renditedruck auf Premium-Objekte nachlassen. Dennoch bleiben Vermietungsanreize wichtig, denn gerade ausserhalb der Zentren halte der Druck auf die Mieten an.

Der Liegenschaftsertrag stieg besonders dank des Portfoliokaufs von Rothschild um 2,3 Prozent auf 208,9 Millionen Franken, wie das Unternehmen mitteilte. Der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA sank derweil ohne Liegenschaftserfolge um 1,3 Prozent auf 184,6 Millionen und der Reingewinn ging um 2,2 Prozent auf 134,8 Millionen zurück. Im Vorjahr fielen hier allerdings aus dem Verkauf von Eigentumswohnungen um 9,4 Millionen höhere Erträge an.

Erfolge beim Leerstand, Projekte überwiegend im Plan

Der durchschnittliche Leerstand sank per Ende September auf 6,1 Prozent, nachdem er zum Halbjahr noch bei 6,8 Prozent und per Ende 2017 bei 8,2 Prozent gelegen hatte. Erwähnenswerte Erfolge bei den Vermietungen seien in der Peter-Merian-Strasse und im "Grosspeter Tower" in Basel sowie in zwei Liegenschaften in Zürich und in einer in Biel erzielt worden.

Allein 1,2 Prozentpunkte des gesamten Leerstands seien auf laufende Sanierungsarbeiten zurückzuführen. Von den 2018 auslaufenden Mietverträgen waren per Ende September bereits 97 Prozent erneuert oder verlängert. Der Bilanzwert des Portfolios stieg auf 7,38 Milliarden nach 7,05 Milliarden zum Jahresende 2017.

Bei den Entwicklungsprojekten seien überwiegend Fortschritte erzielt worden. So würden bis Anfang 2019 die Renovierungen an der Liegenschaft Hardturmstrasse/Förrlibuckstrasse in Zürich-West abgeschlossen. Erfreulich sei auch der Fortschritt beim Neubau "Atmos" in Zürich West. Nach dem kompletten Rückbau der alten Gebäude sei Anfang Oktober der Grundstein für den Neubau gelegt worden. Das Projekt mit einer Investitionssumme von rund 130 Millionen Franken soll Anfang 2021 fertig werden und ist durch den jüngst gewonnenen Ankermieter On bereits zu 45 Prozent vorvermietet.

In der "Residenza Parco Lago" in Lugano hat die Vermarktung sämtlicher Wohneinheiten dieses Jahr begonnen. Die Fertigstellung des rund 80 Millionen Franken teuren Projekts soll Anfang 2020 erfolgen. Durch die Anwendung von IFRS 15 würden erste Verkaufserlöse aber bereits ab dem laufenden Jahr erfasst.

Allerdings gab es durch den Grossbrand gegenüber des Zürcher Hauptbahnhofs auch einen Rückschlag. Die beiden Liegenschaften in der 1. Bauetappe seien Ende August massiv beschädigt worden. Dadurch werde sich die 1. Etappe wohl um rund 1,5 Jahre verzögern und die Arbeiten würden bis Mitte 2021 andauern. Die Etappen 2 und 3 seien glücklicherweise nicht beeinträchtigt.

Ausblick nochmals verbessert, Aktie im Plus

Beim erst im August leicht verbesserten Ausblick legte PSP nochmals nach. Für das Gesamtjahr 2018 wird weiterhin ein EBITDA ohne Neubewertungserfolg von 240 Millionen Franken erwartet. Die Leerstandsquote soll nun aber bei 5 Prozent nach bislang unter 6 Prozent liegen.

Insgesamt will PSP an der Strategie festhalten. "Einen Grund für eine Erhöhung des Risikos sehen wir derzeit nicht. Wir konzentrieren uns weiter auf unsere Entwicklungsprojekte, einen tiefen Leerstand und bemühen uns um die auslaufenden Verträge", so der CEO.

An der Börse kamen die Zahlen gut an, die Aktie gewann am späten Vormittag in einem kaum veränderten Markt 0,8 Prozent. Analysten bescheinigten dem Unternehmen ein solides Resultat und lobten die neue Guidance.

dm/tt