Sensirion verdient im Halbjahr deutlich mehr

Stäfa (awp) - Der Sensorenhersteller Sensirion hat im ersten Halbjahr 2021 deutlich mehr verdient. Dass man im ersten Semester erfolgreich unterwegs war, hatte das Unternehmen bereits Anfang Juli angekündigt und infolge dessen den Ausblick für das Gesamtjahr angehoben. Dieser wurde nun bestätigt.

Der Umsatz stieg in den ersten sechs Monaten 2021 um 27 Prozent auf 144,4 Millionen Franken, wie Sensirion am Mittwoch mitteilte. Davon stammen 17,0 Millionen (VJ 21,4 Mio) aus dem COVID-19-getriebenen Sondergeschäft mit Gasflusssensoren für Beatmungsgeräte. Bereinigt um diesen einmaligen Sondereffekt resultierte ein Wachstum von 37,7 Prozent im Jahresvergleich.

Der EBITDA nahm auf 45,9 Millionen von 21,8 Millionen zu. Die entsprechende Marge stieg somit auf 31,8 Prozent von 19,1 Prozent im Vorjahr. Unter dem Strich resultierte ein Gewinn von 34,8 Millionen Franken, nach einem Plus von 11,1 Millionen im Vorjahr.

Starkes Wachstum im Automobilmarkt

Profitiert hat Sensirion den Angaben zufolge von einer breiten und starken Erholung von der Covid-19-Pandemie in allen Endmärkten. Dabei zeigte insbesondere der Automobilmarkt ein starkes Wachstum von knapp 33 Prozent auf 33,8 Millionen.

Die Verkäufe im Medizinalmarkt seien "ein letztes Mal" vom Sondergeschäft mit Beatmungsgerätesensoren infolge der COVID-19-Pandemie geprägt gewesen, heisst es weiter. Es dürfte in der zweiten Jahreshälfte "keine weiteren materiellen" Umsatzbeiträge mehr geben. Der gesamte Umsatz im Medizinalmarkt sank um 15,1 Prozent auf 36,4 Millionen. Bereinigt um den Sondereffekt Covid blieben die Verkäufe in diesem Segment stabil.

Um 68 Prozent auf 61,9 Millionen stieg dagegen der Umsatz im Industriemarkt und im sehr fragmentierten Consumermarkt wuchsen die Umsätze um 43,5 Prozent auf 12,3 Millionen.

Umsatz von 260-280 Mio Fr. für 2021 erwartet

Aufgrund des erfolgreichen ersten Halbjahrs erhöhte das Unternehmen bereits im Juli seinen Jahresausblick. Demnach wird für 2021 ein konsolidierter Umsatz von 260 bis 280 Millionen (+3-10% gegenüber dem Vorjahr) erwartet. Bereinigt um das COVID-19-Sondergeschäft ergebe dies ein Wachstum von 32 bis 43 Prozent, heisst es weiter.

Auch bei der Profitabilität bestätigt Sensirion den bisherigen Ausblick und erwartet eine weiterhin überdurchschnittliche Bruttomarge in den hohen Fünfzigern und eine überdurchschnittliche EBITDA-Marge in den hohen Zwanzigern.

sig/ra