WKB-Aktionäre verweigern Jean-Daniel Papilloud an der GV die Entlastung

Sion (awp) - Die Aktionäre der Walliser Kantonalbank (WKB) haben an der ordentlichen Generalversammlung vom Mittwoch allen Anträgen des Verwaltungsrats zugestimmt. Somit verzichteten sie wie vorgeschlagen auch darauf, den umstrittenen früheren Bankchef Jean-Daniel Papilloud zu entlasten, wie es in der Mitteilung zur GV hiess.

Der WKB-Verwaltungsrat hatte die Traktandenliste am Vortag entsprechend ergänzt. Der Grund dafür sei die gegen Papilloud eingereichte Haftungsklage, teilte die Bank mit. Die WKB hatte gegen Papilloud ist im Zuge der "Affäre Alkopharma" im Dezember ein Zivilverfahren eingeleitet.

Im Kern des Falls geht es um einen Kredit, den die Bank an die im Jahr 2013 in Konkurs gegangene Firma Alkopharma vergeben hatte. Im Rahmen dieser Kreditvergabe hatte die WKB einen Schaden in Höhe von 21,6 Millionen Franken erlitten, der zulasten der Rechnungen der Jahre 2011 und 2012 gegangen war. Papilloud war damals der Chef der Bank und bis im Mai 2018 Verwaltungsratspräsident.

An der heutigen GV genehmigten die Aktionäre desweitere den Jahresbericht oder auch die Ausschüttung von 3,35 Franken je Aktie.

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