Meyer Burger nach GV von Elysium kritisiert - weitere rechtliche Schritte

Zürich (awp) - Die Beteiligungsgesellschaft Elysium Capital lässt nicht locker: Die Gesellschaft, die nach eigenen Angaben rund 0,6 Prozent an Meyer Burger hält, kritisiert den Solarzulieferer auch nach dem Abschluss der Generalversammlung vom gestrigen Donnerstag.

Die Wahl von Remo Lütolf und Andreas Herzog in den Verwaltungsrat sei zwar zu begrüssen, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Damit werde das Ende des "Selbstbedienungsladens" Meyer Burger Technology eingeleitet. Die gegen die alten Verwaltungsräte eingereichte Strafanzeige werde aber "mit Vehemenz im Sinne von Aktionärsrechten und einem funktionierenden Kapitalmarkt" weiterverfolgt. Und andere Aktionäre hätten bereits angekündigt, der Strafanzeige als Privatkläger beitreten zu wollen.

Elysium Capital kritisierte das Wahlprozedere bereits im Vorfeld der GV als "undemokratisch und rechtswidrig". Der von der Gesellschaft mit Sitz in Liechtenstein zur Wahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagene Urs Fähndrich erhielt lediglich eine Zustimmung von 27 Prozent. Elysium führt dies auf die eingeschränkten Stimmrechte derjenigen Aktionäre zurück, die sich vom unabhängigen Stimmrechtsvertreter vertreten liessen. Elysium Capital will deshalb "gegen diesen schwerwiegenden Verstoss gegen die Vergütungsverordnung" ebenfalls rechtlich vorgehen.

cf/ys