Vermögen der privaten Schweizer Haushalte 2020 gestiegen

Bern (awp) - Das Finanz- und Immobilienvermögen der privaten Haushalte in der Schweiz ist trotz der Corona-Pandemie im letzten Jahr gestiegen. Das Reinvermögen betrug Ende 2020 insgesamt 4129 Milliarden Franken und stieg damit um rund 177 Milliarden oder 4,5 Prozent.

Das Reinvermögen errechnet sich aus den finanziellen Forderungen plus dem Immobilienvermögen abzüglich der Verpflichtungen, wie der am Donnerstag veröffentlichten Finanzierungsrechnung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) zu entnehmen ist. Zum Vergleich: Vor zwanzig Jahren betrug das Reinvermögen noch knapp die Hälfte.

Die finanziellen Forderungen der privaten Haushalte erhöhten sich 2020 laut der SNB um 108 Milliarden Franken auf insgesamt 2851 Milliarden. Das entspricht einem Plus von 3,9 Prozent. Im Verlauf des letzten Jahres seien zwar im ersten Quartal 2020 infolge sinkender Börsenkurse hohe Kapitalverluste angefallen. Diese Verluste hätten aber im Jahresverlauf kompensiert werden können, heisst es dazu.

Ebenfalls deutlich gestiegen sind die in Immobilien steckenden Vermögen. Der Marktwert nahm den Angaben zufolge 2020 um 94 Milliarden Franken auf total 2212 Milliarden zu, ein Plus von 4,4 Prozent. Dafür verantwortlich waren laut SNB hauptsächlich steigende Immobilienpreise. Auf der Gegenseite erhöhten sich indes auch die Verpflichtungen, die zum grössten Teil aus Hypotheken bestehen, um 25 Milliarden Franken oder 2,7 Prozent auf insgesamt 934 Milliarden.

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