Mobimo verdient im Halbjahr deutlich weniger

Luzern (awp) - Das Immobilienunternehmen Mobimo hat im ersten Halbjahr 2018 unter dem Strich deutlich weniger verdient. Grund dafür sind neben tieferen Erträgen aus dem Verkauf von Liegenschaften vor allem ein klar tieferer Erfolg aus Neubewertungen. Für das Gesamtjahr erwartet das Mobimo-Management, dass sich das Unternehmen gut entwickeln wird.

Das Luzerner Immobilienunternehmen erreichte im ersten Halbjahr 2018 im Vergleich zur Vorjahresperiode einen um rund 37 Prozent tieferen Betriebsgewinn vor Neubewertungen (EBIT) von 39,6 Millionen Franken und einen um fast 40 Prozent geringeren Reingewinn vor Neubewertung von 24,4 Millionen Franken, wie Mobimo am Freitag mitteilte.

Inklusive Neubewertungen hat Mobimo ein EBIT von 57,3 Millionen Franken und einen Reingewinn von 37,6 Millionen Franken erzielt.

Mit diesen Kennzahlen hat Mobimo die Erwartungen der Analysten deutlich verfehlt. Im Durchschnitt (AWP-Konsens) wurde ein EBIT vor Neubewertungen von 51,2 Millionen Franken erwartet. Beim Reingewinn vor Neubewertungen belief sich der Durchschnitt der Schätzungen auf 36,4 Millionen Franken.

Zum Resultat schreibt Mobimo in der Mitteilung, dass das Ergebnis erwartungsgemäss unter der Vorjahresperiode liege, in der Neubewertungen und der Verkauf von Liegenschaften für hohe Erträge gesorgt hätten. Tatsächlich reduzierte sich der Erfolg aus dem Verkauf von Anlageliegenschaften um 62 Prozent auf 6,8 Millionen Franken. Der Erfolg aus Neubewertungen sank um 42 Prozent auf noch 17,7 Millionen Franken.

Rückläufig waren jedoch auch die Erträge im Geschäftsbereich Entwicklungen und Verkauf Promotion (-71 Prozent auf 3,9 Millionen Franken) und der Erfolg aus Vermietungen. Dieser reduzierte sich um 6,5 Prozent auf 45,4 Millionen Franken. Grund dafür waren laut Mitteilung Veränderungen im Bestand. So wurden sechs kleinere Wohnliegenschaften im Grossraum Genf und zwei Geschäftsliegenschaften in Luzern und Neuhausen verkauft. Die Leerstandsquote stieg gegenüber Ende 2017 leicht von 4,9 auf 5,1 Prozent.

Bereits im laufenden Semester sollten jedoch die Mieterträge wieder steigen. Dank der Fertigstellungen der Wohn- und Gewerbeflächen im Zürcher Labitzke-Areal, den Seehallen in Horgen, im Aeschbachquartier in Aarau und im Mattenhof in Kriens und dank kleinerer Projekte sowie der Integration des Portfolios der Fadmatt-Immobilien erwarte Mobimo im Geschäftsjahr 2019 eine Zunahme der Mieteinnahmen von rund 27 Millionen Franken im Vergleich zum Geschäftsjahr 2017, schreibt das Unternehmen.

Den grössten Beitrag dazu soll die Übernahme der Zürcher Immobiliengesellschaft Fadmatt beisteuern. Diese Integration allein soll laut Mitteilung die Mieterträge um über 10 Millionen Franken pro Jahr erhöhen. Wie bereits früher mitgeteilt, soll die Übernahme der Zürcher Immobiliengesellschaft voraussichtlich am 22. August stattfinden.

Beim Ausblick zeigt sich das Mobimo-Management vorsichtig optimistisch. Das Umfeld sei zwar anspruchsvoller geworden, insbesondere im Wohnungsbau in peripheren Lagen sei eine Sättigung feststellbar, heisst es in der Mitteilung. Doch die wachsende Wirtschaft und die nach wie vor tiefen Zinsen stellten weiterhin gute Voraussetzungen für das Unternehmen dar, heisst es in der Mitteilung. "Der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung sind überzeugt, dass sich die Gesellschaft im zweiten Halbjahr und darüber hinaus weiterhin gut entwickeln wird."

Ob das auch ein Festhalten an der bisherigen Höhe der Dividende bedeutet, gibt das Unternehmen nicht bekannt. Zur Dividendenpolitik heisst es lediglich, dass Mobimo ein Titel mit attraktiver Ausschüttung bleiben werde.

lie/tp