Calida setzt im Halbjahr mehr um - E-Commerce ausgebaut

Sursee (awp) - Die Textilherstellerin Calida blickt auf ein ereignisreiches erstes Halbjahr zurück. So hat das Unternehmen mehr umgesetzt, während es den Gewinn trotz diverser Investitionen mehr oder weniger stabil halten konnte. Für den weiteren Geschäftsverlauf stellt Calida weiterhin die verschiedenen Marken und deren klare Positionierung in den Vordergrund.

Den Umsatz für das erste Halbjahr 2018 beziffert Calida in der Medienmitteilung vom Mittwoch auf 194,3 Millionen Franken, ein Plus von 10,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Währungsbereinigt betrug der Zuwachs 3,5 Prozent.

Das operative Betriebsergebnis (EBIT) lag mit 5,5 Millionen Franken um 5,7 Prozent unter dem Vorjahreswert, beim Reingewinn war es mit 4,4 Millionen etwa ein Viertel weniger. Allerdings fielen im aktuellen Berichtszeitraum positive ausserordentliche Effekte des Vorjahres, wie Steuern und die Bewertung von Fremdwährungspositionen weg, was den deutlichen Rückgang mit erklärt.

Mit den Zahlen liegt Calida beim Umsatz etwas über den Erwartungen der Analysten, beim EBIT darunter und beim Reingewinn mehr oder weniger in der Mitte der geschätzten Werte.

Fokus auf E-Commerce trägt Früchte

Mit Blick auf die Gewinnentwicklung betont die Bekleidungsherstellerin, dass dieser stark von Investitionen in die Vertriebsorganisation, E-Commerce und Marketing geprägt gewesen sei. So habe die Weiterentwicklung des Online-Vertriebskanals im ersten Halbjahr 2018 einen Schwerpunkt in der Unternehmensstrategie dargestellt. Die Integration des im Vorjahr erworbenen deutschen Online-Händlers Reich wurde mit der Zusammenführung der Online-Plattformen auf www.calida.com abgeschlossen.

Der Mitteilung zufolge hat Calida im E-Commerce ein Wachstum von gut 60 Prozent erzielt, der Anteil des Online-Geschäfts am Gesamtumsatz erhöhte sich im Vorjahresvergleich von 7,1 Prozent auf 10,2 Prozent.

Darüber hinaus hebt die Textilherstellerin in der Mitteilung die ausgebaute Beteiligung an der in Paris kotierten französischen Tochtergesellschaft Lafuma hervor. So habe man in zwei Schritten den Anteil auf aktuell 87,7 Prozent erhöht.

Angesichts weiterer erheblicher Investitionen in E-Commerce, Internationalisierung, Vertriebsorganisation und Marketing geht das Unternehmen für den weiteren Geschäftsverlauf davon aus, dass sich diese in der Bilanz zeigen werden. Für die zweite Jahreshälfte rechnet Calida mit einer stabilen Umsatzentwicklung und leicht tieferen Erträgen.

hr/rw