Cembra-Aktien brechen nach Gewinnwarnung ein

Zürich (awp) - Die Aktien von Cembra verzeichnen am Montag im frühen Handel einen massiven Einbruch. Die Konsumkreditbank und die Migros gehen im Kreditkartengeschäft zukünftig getrennte Wege. Angesichts einer damit verbundenen Gewinnwarnung passen Analysten ihre Prognosen und Einstufungen nach unten an.

Die Cembra-Aktien notieren am Montag um 09.35 Uhr 27,7 Prozent im Minus auf 70,00 Franken. So tief bewertet war die Aktie zuletzt im Sommer 2016. Gehandelt sind bereits mehr als das Sechsfache eines durchschnittlichen Tagesvolumens. Der Gesamtmarkt gemessen am SPI notiert derweil 0,2 Prozent im Plus.

Der Verlust des wichtigen Kunden komme überraschend, schreibt die ZKB in einem ersten Kommentar. Für Cembra sei dies ein "erheblicher Rückschlag". Zudem bleibe die Aktie bereits seit längerem hinter dem breiten Markt zurück. Die ZKB sieht sich veranlasst, die Titel aufgrund der Unsicherheiten im Kreditkartengeschäft von "Übergewichten" auf "Marktgewichten" zurückzustufen.

Auch die Bank Vontobel will den Investment Case neu bewerten, da die Zusammenarbeit zwischen Cembra und Migros ein "wichtiger Wachstumsmotor" für Cembra war. Die rund 850'000 ausgegebenen Cumulus-Mastercard-Kreditkarten hätten mehr als 80 Prozent aller Kreditkarten von Cembra ausgemacht. Auch wenn das Unternehmen die Mindereinnahmen mittelfristig kompensieren könne, senke man angesichts der Unsicherheit das Rating auf "Halten" von "Kaufen".

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