Dormakaba wächst organisch und steigert Gewinn - Ausblick bestätigt

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Rümlang (awp) - Dormakaba ist im ersten Semester des Geschäftsjahres 2018/19 organisch gewachsen und hat die Profitabilität verbessert. Die Guidance für das Gesamtjahr geht von einer weiter leicht positiven Entwicklung aus. Die Erwartungen der Analysten wurden mit den Zahlen jedoch verfehlt.

In dem per Ende Dezember 2018 abgeschlossenen Geschäftshalbjahr sank der Umsatz des Schliesstechnik-Unternehmens im Vergleich zum Vorjahrszeitraum um 0,3 Prozent auf 1,40 Milliarden Franken, wie der Konzern aus Rümlang am Mittwoch mitteilte. Organisch wurde aber ein Plus von 2,1 Prozent erreicht. Denn Devestitionen schmälerten den Umsatz um 1,4 Prozent und Währungsveränderungen um 1,0 Prozent.

Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) verbesserte sich um 5,7 Prozent auf 223,0 Millionen Franken. Unter dem Strich fuhr der Hersteller der berühmten Kaba-Schlüssel einen Reingewinn von 126,7 Millionen ein. Das sind fast 12 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Im Oktober hatte Dormakaba einen 40-Prozent-Anteil an der italienischen ISEO Gruppe verkauft und in den USA hat man sich von einem Teil des amerikanischen Service-Geschäfts getrennt. Laut Geschäftsbericht lieferte der ISEO-Verkauf einen positiven Beitrag zum Finanzergebnis.

Organisches Wachstum in fast allen Segmenten

Fast alle Bereiche sind organisch gewachsen. Am stärksten war das Plus mit 5,5 Prozent im Bereich Zugangssysteme Asien-Pazifik (Access Solutions APAC). Insbesondere Indien und China hätten sich positiv entwickelt. Das Geschäft in Nord- und Südamerika (AS AMER) litt unter einem schwächeren Geschäft mit Hotel-Zugangssystemen. Zudem wurde hier ein Service-Bereich verkauft.

In den wichtigen Märkten Deutschland, Österreich und Schweiz (AS DACH) sei das Wachstum in Deutschland am schwächsten gewesen. Mittel- und Osteuropa konnten zweistellig zulegen, wie aus der Präsentation hervorgeht.

Zur höheren Profitabilität lieferten alle Segmente einen positiven Beitrag, heisst es ausserdem. Neben einer besseren Effizienz werden höhere Verkaufspreise und ein vorteilhafter Produktmix als Gründe genannt. Die höheren Rohstoffkosten seien mehr als kompensiert worden. Das Unternehmen rechnet mit weiteren Synergien aus der Integration von Kaba und Dorma und will Verbesserungen bei den Kosten und im Vertrieb erreichen.

Guidance bestätigt

Der Ausblick für das Gesamtjahr wird bestätigt. Für 2018/19 geht Dormakaba weiter von einer EBITDA-Marge im Bereich von 16,0 bis 16,5 Prozent aus. Das organische Umsatzwachstum soll sich in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (+2,6%) bewegen. Bedingung sei jedoch, dass sich das wirtschaftliche Umfeld nicht verschlechtert.

yr/ra