Bucher leidet 2020 unter der Corona-Pandemie

Niederweningen (awp) - Der Industriekonzern Bucher hat 2020 wegen der Corona-Pandemie weniger umgesetzt als im Vorjahr. Auch wurden weniger Aufträge an Land gezogen. Ab Mitte Jahr gab es allerdings eine Erholung, die sich gegen Ende des Jahres noch verstärkte. Für 2021 rechnet die Gruppe nun mit einer weiteren Erholung

Gruppenweit sank der Auftragseingang für 2020 um 5,7 Prozent auf 2,8 Milliarden Franken, wie der Hersteller von Landmaschinen, Anlagen und Fahrzeugen am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz sank um 12 Prozent auf 2,7 Milliarden. Die Erwartungen der Analysten wurden damit leicht übertroffen.

Nach einem ordentlichen Start ins Geschäftsjahr 2020 mit einer soliden Nachfrage sei es infolge der Coronakrise zu massiven Verwerfungen gekommen, heisst es im Communiqué. Schwierige Monate seien gefolgt mit reduzierter Kundenaktivität, Verzögerungen und Unterbrüchen in der Lieferkette sowie Standortschliessungen.

Erholung am Mitte Jahr

Ab Mitte Jahr sei es dann aber zu einer Normalisierung gekommen und alle Standorte seien wieder operativ gewesen. Zudem hat Bucher diverse Massnahmen eingeleitet, um die Rentabilität und Liquidität sicherzustellen. Der Konzern verfüge weiterhin über eine solide Finanzlage, heisst es.

Insbesondere der Landtechnikmarkt habe sich als widerstandsfähig erwiesen. Nach den unsicheren Frühjahrsmonaten sei es hier ab Mitte Jahr zu einer starke Erholung gekommen. So konnte Bucher "dank angemessener Produzentenpreise und staatlicher Unterstützung" in Europa und Nordamerika "zufriedenstellenden" Marktbedingungen in der Milch- und Viehwirtschaft profitieren.

Für 2020 stellt Bucher denn auch eine Betriebsgewinnmarge leicht über dem Wert des ersten Halbjahrs in Aussicht. Gleichzeitig wird aber eine rückläufiges Konzernergebnis erwartet.

Weitere Erholung mit Blick auf 2021 erwartet

Mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr 2021 geht der Industriekonzern davon aus, dass sich die wirtschaftliche Erholung langsam fortsetzen wird. Vor allem aber in der ersten Jahreshälfte sei weiterhin mit Unsicherheiten zu rechnen.

Insgesamt erwartet Bucher für 2021 eine leichten Anstieg des Umsatzes und der Betriebsgewinnmarge sowie ein verbessertes Konzernergebnis.

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