Groupe Minoteries erwirtschaftet im Halbjahr tieferen Umsatz

Grange-près-Marnand (awp) - Die Mühlenbetreiberin Groupe Minoteries hat im ersten Halbjahr 2018 weniger Umsatz erzielt und unter dem Strich auch weniger verdient. Der Nettoumsatz ging in der Berichtsperiode um 3,1 Prozent auf 68,6 Millionen Franken zurück, was in erster Linie auf die tieferen Absatzmengen zurückzuführen sei, teilte die Gruppe am Dienstagabend mit.

Auch habe sich der Aufwand für die Herstellung von Brotgetreide aufgrund strengerer Qualitätsvorgaben und Sonderprämien, die an die Getreideproduzenten bezahlt werden müssen, verteuert. Das hatte zur Folge, dass der Betriebsgewinn um knapp eine Million auf 2,6 Millionen Franken abnahm. Der Reingewinn lag am Ende bei 2,1 Millionen nach 2,5 Millionen im Vorjahr.

Nebst Konkurrenz- und Preisdruck bereiten dem Management der Müllerei-Gruppe auch die Entwicklung in der Agrarpolitik Sorgen. Einerseits sieht man sich mit den Vorstellungen des Bundes konfrontiert, die ab 2022 im Falle einer Umsetzung einen "Systembruch" darstellen würden. Und andererseits stünden fünf Agrarinitiativen im Raum, die ihrerseits die bisherige Entwicklung auf den Kopf stellen könnten.

Die Wertschöpfungskette in der Agrarwirtschaft brauche ein gutes Sicherheitsnetz, fordert Groupe Minoteries. Dies sofern der Nahrungsmittelbedarf weiterhin zu rund 50 Prozent durch die Produktion im Inland abgedeckt werden.

mk/rw