Vontobel will sich nach Übernahmen in Asien und USA umsehen

Lausanne (awp) - Der Appetit der Bank Vontobel auf Akquisitionen ist mit der vollständigen Übernahme der britischen TwentyFour AM nicht gestillt. Das Institut sieht sich weiterhin nach Akquisitionen in den USA und in Asien aber auch im Bereich Private Equity um, erklärte Verwaltungsratspräsident Herbert Scheidt an einem Pressegespräch in Lausanne.

"Wir sehen uns gut aufgestellt und haben immer versucht, vorrangig organisches Wachstum zu erzielen", sagte Scheidt. Eines der Ziele bis 2030 sei es aber, in den USA und in Asien zu wachsen, was wahrscheinlich "komplizierter" sein werde. Investitionen in den Bereich der Privatmärkte sei zudem Gegenstand von "intensiven Diskussionen" im Verwaltungsrat.

In den Vereinigten Staaten ist Vontobel bereits präsent und verfügt laut dem VR-Präsidenten auch über ein recht grosses Volumen und ein gut ausgebautes Vertriebsnetz. Das erleichtere das Wachstum des Geschäfts auf diesem Kontinent, sagte Scheidt.

Auch in Asien sei Vontobel im Bereich Vermögensverwaltung präsent und entwickle sich gut. "Aber bevor wir in Asien, insbesondere in China, Geld verdienen können, müssen wir viel investieren", sagte Scheidt.

Vontobel hatte Ende Juni die Übernahme der restlichen 40 Prozent von TwentyFour Asset Management zu einem nicht genannten Betrag mitgeteilt. Der britische Vermögensverwalter ist auf Anleihen spezialisiert.

Quantitative Vorgaben für die Expansionsstrategie bis 2030 wollte Scheidt nicht nennen. Es sei jedoch unwahrscheinlich, dass ein Wachstumsniveau wie in der ersten Jahreshälfte 2021 auch in den kommenden Jahren aufrechterhalten werden könne. Dennoch stehe Vontobel auf einer "soliden Basis", sagte der Verwaltungsratspräsident.

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