Aktien von Richemont und Swatch verlieren deutlich

Zürich (awp) - Die Aktien von Richemont und Swatch geben am Mittwoch zum Handelsbeginn deutlich nach. In einer Studie der UBS vom Mittwoch wird die Luxusgüter-Branche abgestuft. Die Grossbank empfiehlt denn auch Richemont neu und Swatch weiterhin zum Verkauf. Richemont werden zudem ex-Dividende gehandelt.

Bis um 9.20 Uhr verlieren Richemont am Mittwoch 4,4 Prozent oder 3,46 Franken auf 75,50 Franken, während die Inhaber-Titel von Swatch um 1,7 Prozent auf 269,70 Franken fallen. Die Dividende von Richemont macht 2 Franken aus.

Gemäss UBS sind die Aktien der Luxusgüter-Hersteller derzeit ein Luxus, den man sich nicht länger leisten sollte. Entsprechend stufen die Experten den Sektor auf "Neutral von bisher "Overweight" zurück. Im bisherigen Jahresverlauf hätten die Aktien der Branche den Markttrend übertroffen und seien mittlerweile technisch gesehen überkauft.

Gleichzeitig senken die UBS-Experten das Rating für Richemont auf "Sell" von bisher "Neutral" und das Kursziel auf 68 von 71 Franken. Im Aktienkurs seien die zunehmenden Anzeichen einer Verlangsamung in China der grössten Marke Cartier noch zu wenig abgebildet.

Bei Swatch wiederum sehen die Analyten die Verlangsamung der profitablen Marke Omega zu wenig im Kurs reflektiert. Denn Omega verliere auf dem chinesischen Markt derzeit schnell an Dynamik.

Dazu kämen auf kurze Frist die allgemeinen Probleme der Luxusgüter-Branche. Insbesondere Richemont sieht die UBS dabei von den jüngst grösser gewordenen makropolitischen Unsicherheiten betroffen. Aber auch Swatch könnten sich dem nicht entziehen.

So litten die beiden Luxusgüter-Hersteller etwa unter der Abwertung des chinesischen Renminbi (CNY) und der andauernden Proteste in Honkong, so die Analysten weiter.

Dazu komme bei Swatch der anhaltende Margen-Druck auf die Marken im mittleren Preissegment. Ausserdem leide der Uhren-Hersteller unter Produktionsüberschüssen. Die Inhaber-Titel von Swatch werden von der UBS denn auch weiter mit dem Rating "Sell" eingestuft und das Kursziel auf 217 von 240 Franken gesenkt.

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