Starrag verbucht Umsatzrückgang im ersten Semester und senkt Prognose

Rorschacherberg (awp) - Der Werkzeugmaschinen-Hersteller Starrag hat im ersten Halbjahr 2018 aufgrund von Auslastungsproblemen an einem Standort einen tieferen Umsatz verbucht und auch beim Ergebnis nachgelassen. Der Auftragsbestand ist jedoch weiter hoch. Der Ausblick für das Gesamtjahr wird gesenkt.

Der Auftragseingang stieg gegenüber dem Vorjahr stark um 53 Prozent auf 216,3 Millionen Franken, entsprechend einem währungsbereinigten Plus von 46 Prozent. Demgegenüber sank der Umsatz um 4,9 Prozent auf 192,3 Millionen Franken, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Der Grund für den Umsatzrückgang lag dem Unternehmen zufolge in Auslastungsproblemen an einem Standort der Gruppe, im Wesentlichen bedingt durch Verzögerungen in der Auftragsabwicklung. Der Auftragsbestand bei Neumaschinen lag per Ende Juni bei 322 Millionen Franken und damit 7 Prozent höher Ende 2017.

Der Betriebsgewinn EBIT kam auf 6,6 Millionen Franken zu liegen, was einem Rückgang um 18 Prozent entspricht. Auch die operative Marge hat sich auf 3,4 Prozent von 4,0 Prozent abgeschwächt. Der Reingewinn fiel um ein Drittel auf 4,3 Millionen.

Tiefere Prognose

Allen drei Marktregionen hätten bei den Bestellungen zugelegt, angeführt von Asien und Europa, während die Zunahme in Nordamerika moderater ausfiel, schreibt das Unternehmen weiter. Nach Märken lag Industrial vorn, gefolgt von Aerospace und Transportation, während der Bereich Energy erwartungsgemäss auf tiefem Niveau verharrte, so Starrag.

Zusätzlich zum unvermindert starken Preisdruck und dem weiterhin kurzfristig orientierten Bestellverhalten der Kunden waren die vergangenen Monate durch zoll- und handelspolitische Auseinandersetzungen zwischen den grossen Wirtschaftsblöcken geprägt, schrieb Starrag weiter. Diese unerfreuliche Entwicklung habe das global ausgerichtete Geschäft der Starrag Group merklich erschwert.

Die bisherigen Prognosen für das Gesamtjahr 2018 werden etwas gesenkt. Der Umsatz (in Lokalwährungen) soll nun voraussichtlich unter dem Vorjahr liegen, eine EBIT-Marge auf dem Niveau des Vorjahres angestrebt. Zuvor wurde beim Umsatz ein gehaltener Wert und bei der Marge ein höherer Wert prognostiziert.

yr/ra