Pierer Mobility verfolgt Risiken durch Corona-Krise "engstens"

Zürich (awp) - Der Motorradbauer Pierer Mobility leidet wegen Unterbrüchen in der Produktion unter den Auswirkungen der Corona-Krise und hatte seine Jahresprognose bereits zuvor gekippt. Beim Blick auf die weitere Zukunft ist das Unternehmen, zu dem die Marken KTM, Husqvarna und GasGas zählen, aber weiterhin optimistisch.

Die sich aus der Corona-Krise ergebenden Risiken für das Unternehmen, die Zulieferkette und den Absatzmarkt würden "engstens verfolgt", heisst es in einer Mitteilung zum Jahresergebnis 2019 vom Montag. Auf Störungen des Geschäftsbetriebs reagiere man mit gezielten Massnahmen.

Unter anderem nutzt Pierer Mobility das Corona-Kurzarbeit-Programm der österreichischen Regierung für die gesamte Belegschaft. Mitte März hatte die Gruppe bereits ihre Mitarbeitenden in eine zweiwöchige Betriebspause geschickt.

Absatzziel bekräftigt

Die Gruppe gibt sich in der aktuell schwierigen Phase kämpferisch. Trotz der Corona-Krise habe man es sich zum Ziel gesetzt, die Marktanteile in den globalen Motorradmärkten weiter auszubauen, heisst es etwa. Das Ziel, im Jahr 2022 den Absatz auf 400'000 Motorräder zu steigern, wird einmal mehr bekräftigt.

Im vergangenen Jahr erzielte die Gruppe einen Gewinn nach Minderheiten von 54,5 Millionen Euro. Das ist ein Zuwachs um rund einen Drittel. An der "konservativen Dividendenzahlung" halte man fest. Entsprechend wird den Aktionären ein zum Vorjahr unveränderter Betrag von 0,30 Euro pro Aktie ausgeschüttet.

Die übrigen Kennzahlen waren bereits seit Ende Januar bekannt. So legte der Absatz von Motorrädern um 7 Prozent auf 280'099 Stück zu. Der Umsatz wuchs um 4,0 Prozent auf 1,52 Milliarden Euro und der Betriebsgewinn (EBIT) um 2,3 Prozent auf 131,7 Millionen.

CEO Stefan Pierer ist auch Mehrheitsaktionär der Gruppe. Er hielt per Ende Jahr einen Anteil von rund 61 Prozent am Unternehmen, wie aus dem Geschäftsbericht weiter hervorgeht.

yr/mk