Zur Rose treibt anvisiertes Gesundheitsökosystem weiter voran

Steckborn (awp) - Zur Rose will sich bekanntlich vom reinen Arzneimittelhändler hin zu einem europaweiten digitalen Gesundheitsökosystem unter der Dachmarke DocMorris entwickeln. Dazu sucht die Gruppe nach weiteren Kooperationen mit Anbietern von Gesundheitsdienstleistungen.

Und auch das Shop-in-Shop-Konzept zusammen mit der Migros-Tochter Medbase soll weiter vorangetrieben werden, wie Zur Rose am Donnerstag mit der Zahlenpräsentation 2020 mitteilte.

Zur Rose möchte künftig ein Gesundheitsmanagement per Mausklick ermöglichen. Mittels einer digitalen Gesundheitsplattform soll ein Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen von einem Ort aus geschaffen werden, so die Vision. Von der Diagnose beim Online-Arztbesuch bis zum benötigten Medikament oder Gesundheitsprodukt soll alles übers Internet ablaufen.

Das Angebot soll kontinuierlich erweitert und so weitere Partnerapotheken und Gesundheitsdienstleister angelockt werden. Nach der im Januar 2021 beschlossene Zusammenarbeit mit Novo Nordisk sind denn auch weitere Kooperationen mit Gesundheitsdienstleistern geplant, die mit der Kernleistung von Zur Rose verknüpft werden sollen.

Shop-in-Shop-Konzept mit Migros soll ausgeweitet werden

In der Schweiz wird derweil die Zusammenarbeit mit der Migros-Tochter Medbase angegangen. Zur Rose betreibt mit der Healthcare-Providerin der Migros seit Anfang 2019 ein Shop-in-Shop-Konzept in Migros-Filialen sowie einen Online-Shop - zunächst in Migros-Filialen in Bern, Basel in Zürich. Im November 2020 erfolgte dann der Markteintritt in die Westschweiz mit einer Filiale in Crissier im Kanton Waadt.

Nun ist für Juni 2021 die Eröffnung einer Apotheke in Schönbühl, in der Nähe von Bern, geplant. Damit wird das Joint Venture insgesamt sieben Shop-in-Shop-Apotheken betreiben.

Der Online-Shop der Kooperation behaupte sich derweil gut im Wettbewerb und bestätige den Trend hin zu mehr Online-Käufen, teilte Zur Rose weiter mit. So habe sich der Umsatz hier im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Mittelfristig sei geplant, den Online-Shop als Marktplatz zu betreiben, auf dem auch weitere Partner ihre Produkte anbieten könnten.

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