Swatch-Chef bleibt trotz steigender Coronazahlen in Asien optimistisch

Zürich (awp) - Der Chef der Swatch Group, Nick Hayek, bleibt trotz der Skepsis, die mit Blick auf die zweite Jahreshälfte zu der Entwicklung im Uhrengeschäft aufkommt, zuversichtlich. "Wir bleiben bei dem positiven Ausblick, den wir Mitte Juli mit den Semesterzahlen abgegeben haben. Es gibt keine Fakten, dass daran etwas Fundamentales zu ändern ist", sagte er im Interview mit der "Finanz und Wirtschaft" (online am 19.08.).

Konkret erwartet Hayek für die Swatch Group mit Marken wie Omega, Longines, Tissot oder Rado für das zweite Halbjahr in Lokalwährungen ein weiteres starkes Wachstum mit einem Umsatz nahe oder sogar über dem Niveau von 2019. Hinweise auf die Entwicklung geben ihm die jüngsten Verkaufszahlen. "Unsere Zahlen sind konsistent. Der Monat Juli war gut, ebenso die erste Hälfte August."

Trotz der steigenden Infektionszahlen mit dem Coronavirus in den wichtigen asiatischen Märkten bleibe der Trend in Asien gut, so Hayek weiter. Schliesslich habe sich seit Ausbruch der Pandemie das Konsumverhalten nicht nur in China geändert. In Nordamerika, vor allem in den USA, laufe das Geschäft "fantastisch". "Auch in Europa steigt der Konsum weiterhin, mit den grössten Fortschritten im Vereinigten Königreich", fuhr der Swatch Group-Chef fort.

Die derzeitige Ertragslage der Gruppe umschreibt Hayek gar mit "exzellent". "Schauen Sie sich die Halbjahreszahlen an. Die Kostenbasis stimmt, ebenso wie der Cashflow, den wir erarbeiten, und die Liquidität steigt Woche um Woche stark", begründete er im Gespräch seine positive Einschätzung.

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