Mikron legt deutlich zu im Halbjahr - Ausblick vorsichtig wegen Autoindustrie

Biel (awp) - Mikron hat sich im ersten Halbjahr 2019 gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert. Für den weiteren Verlauf gibt sich der Maschinenbauer aufgrund der Unsicherheiten in der Autoindustrie aber sehr vorsichtig. Der Auftragseingang ist bereits rückläufig.

Die Gruppe konnte den hohen Auftragsbestand zu Jahresbeginn im ersten Semester 2019 insgesamt gut nutzen. Sie steigerte den Umsatz im Vorjahresvergleich um 14 Prozent auf 176,4 Millionen Franken, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst.

Das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT stieg gar um 25 Prozent auf 7,5 Millionen Franken, und auch unter dem Strich verdiente das Bieler Unternehmen mit 4,7 Millionen Franken fast ein Viertel mehr als in der gleichen Periode 2018.

Mit einem Umsatzanteil von 57 Prozent blieb Europa (inklusive der Schweiz) im ersten Semester 2019 der wichtigste Absatzmarkt. Hier ging der Umsatz im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018 aber um 3 Prozent zurück. Der Umsatz in den USA wuchs dagegen um 47 Prozent, derjenige Asiens um 26 Prozent.

Das Geschäftssegment Automation verbesserte seinen EBIT auf 6,4 Millionen von 2,5 Millionen im ersten Semester 2018 deutlich, beim Geschäftssegments Machining Solutions lag er mit 1,7 Millionen hinter dem entsprechenden Vorjahreswert zurück (2,7 Mio). Das Segment habe den Nachfragerückgang aus der Automobilindustrie zu spüren bekommen, heisst es dazu.

Keine Erholung in der Autoindustrie erwartet

Für den weiteren Ausblick gibt sich das Unternehmen entsprechend vorsichtig. Eine Prognose für die zweite Jahreshälfte sei wegen der Unsicherheit in der Automobilindustrie und wegen genereller politischer Risiken schwierig, so die Mitteilung. Der Auftragseingang lag im ersten Halbjahr 2019 mit 163,9 Millionen Franken denn auch bereits um 13 Prozent bzw. fast 24 Millionen hinter dem Vorjahresergebnis zurück.

Mikron rechnet den Angaben zufolge "kurzfristig nicht mit einer Erholung" der Nachfrage aus der Automobilindustrie. Bei den anderen Marktsegmenten geht das Unternehmen hingegen von einer "weiterhin stabilen Nachfrage" aus. Insgesamt erwartet Mikron für das Gesamtjahr 2019 einen höheren Umsatz und einen EBIT auf Vorjahresniveau. Im März hatte Mikron noch mit einer höheren Profitabilität gerechnet.

uh/kw