Dufry-Aktien nach Semesterzahlen volatil

Zürich (awp) - Die Aktien des Duty-Free-Spezialisten Dufry zeigen sich am Dienstag im frühen Handel nach Semesterzahlen volatil. Die Umsätze blieben noch immer weit unter Vor-Krisen-Niveau, zeigen aber eine graduelle Verbesserung. Analysten blicken nun zurückhaltend voraus, zeigen sich aber beeindruckt vom Kostenmanagement von Dufry.

Die Dufry-Aktien notieren bis um 9.30 Uhr um 0,1 Prozent leicht höher auf 47,50 Franken, während der Gesamtmarkt SPI um 0,2 Prozent im Plus steht. Dabei drehten die Titel nach starken Auftakt ins Minus und haben seither mehrfach das Vorzeichen gewechselt. Von den Werten vor der Krise bei über 90 Franken bleiben sie so oder so noch ein gutes Stück entfernt.

Immerhin zeichnet sich beim Reisedetailhändler eine Erholung ab. So lag im Juli 2021 der Umsatzrückgang gegenüber 2019 noch bei rund 50 Prozent, nachdem er im zweiten Quartal 2021 noch bei rund 68 Prozent gelegen hatte. Treiber der Erholung seien die USA und Lateinamerika dank des starken Inlandflugverkehrs, während Europa und Asien noch immer hinterherhinkten, schreibt die Bank Vontobel. Dennoch brauche die Erholung Zeit, wie die neuen Lockdowns in China zeigten.

Die ZKB spricht derweil von einer Umsatzerholung auf weiterhin tiefem Niveau. Der zuständige Analyst rechnet vor, dass der Umsatz im zweiten Halbjahr gegenüber 2019 nur noch ein Minus von 31 Prozent aufweisen dürfte, um die Konsenserwartungen zu erreichen. Die Kostenkürzungen seien aber weiterhin beeindruckend mit Mieteinsparungen von knapp 500 Millionen Franken deutlich über den anfangs Jahr kommunizierten 300 Millionen.

Baader Helvea hebt zudem trotz der insgesamt anfälligen Gesamtsituation im Reisegeschäft die starke Liquiditätsposition von 2,17 Milliarden hervor, die bei einer Wiedereröffnung eine Wachstumsbeschleunigung ermögliche.

jl/jb