Rieter-Aktien stürzen wegen trüber Geschäftsaussichten ab

Zürich (awp) - Die Aktien des Textilmaschinenherstellers Rieter befinden sich am Mittwoch auf Talfahrt. Das Winterthurer Traditionsunternehmen hat mit den Jahreszahlen 2018 die eher trüben Aussichten für das laufende Geschäftsjahr untermauert. Die Analysten zeigen sich daher eher zurückhaltend, sehen aber auch Verbesserungspotenzial.

Um 10.10 Uhr notieren Rieter 6,0 Prozent im Minus auf 129,80 Franken, das (bisherige) Tagestief liegt mit 126,00 Franken gar noch deutlich tiefer. Gehandelt wurde bereits mehr als das Doppelte eines durchschnittlichen Tagesvolumen. Der Gesamtmarkt gemessen am SPI zeigt sich derweil mit +0,11 Prozent etwas fester.

Generell habe das Jahresergebnis 2018 zwar der Guidance von Ende Januar entsprochen, lag aber trotzdem noch leicht unter den Erwartungen, schreibt die ZKB in einem ersten Kommentar. Der Ausblick für 2019 sei zudem wenig erfreulich, da der Start ins neue Jahr als verhalten bezeichnet werden müsse. Mit Blick nach vorne dürfte sich 2019 laut den ZKB-Experten daher schwach entwickeln.

Auch die Experten der Vontobel Bank sehen bisher 2019 keine Trendwende, was die schwache Entwicklung angeht. Rieter bleibe aber weiterhin gut finanziert, betonen sie. Da die Visibilität der Geschäftsentwicklung indes "sehr tief" bleibe, lautet die Empfehlung von Vontobel, an der Seitenlinie zu bleiben und die Titel zu "Halten". Das Kursziel lautet weiterhin 145 Franken.

Die Grossbank UBS weist ihrerseits darauf hin, dass die Konsensus-Schätzungen von 22 Prozent EBIT-Wachstum dieses Jahr stark mit dem trüben Ausblick kontrastieren. Die UBS gibt sich entsprechend vorsichtig, was den Aktienkurs angeht, und bleibt bei ihrem Rating 'Neutral' mit Kursziel 140 Franken.

Bei Baader Helvea geht man zwar davon aus, dass die Schätzungen für 2019 "deutlich nach unten" korrigiert werden. Trotzdem glauben die Baader-Analysten, dass das Abwärtspotenzial der Rieter-Aktien begrenzt ist. Begründet wird dies damit, dass die tieferen Erwartungen bereits teilweise eingepreist seien. Zudem dürfte sich die Auftragslage laut Baader im zweiten Halbjahres 2019 verbessern.

sta/uh