AMS-Aktien geraten nach Quartalszahlen unter die Räder

Zürich (awp) - Die AMS-Aktien sind nach Vorlage der Quartalszahlen im frühen Handel abgestürzt. Das Unternehmen habe zwar Zahlen im 3. Quartal vorgelegt, die am oberen Rand der Erwartungen ausgefallen seien, urteilten Analysten. Aber die Prognosen des Unternehmens für das 4. Quartal fielen deutlich unter den Erwartungen aus.

Die Aktie fällt bis 9.36 um 5,9 Prozent auf 17,00 Franken. Derweil liegt der Gesamtmarkt SLI um 0,07 Prozent im Minus. Damit hat der Titel seit Anfang Jahr gut 12 Prozent verloren.

Gemäss Analysten bewegt sich der Umsatz im dritten Quartal im obersten Drittel der firmeneigenen Vorgaben und damit am ganz oberen Ende der Schätzungen von Experten. Angesichts der jüngsten Spekulationen um weitere Marktanteilsverluste beim Grosskunden Apple zeigt man sich sichtlich erleichtert über dieses starke Abschneiden. Der eigentliche Lichtblick sei aber vor allem die operative Margenentwicklung, hiess es. So übertraf der EBIT auf bereinigter Basis selbst die optimistischsten Schätzungen.

Anders sieht es dagegen beim Ausblick für das Schlussquartal aus: Die Umsätze im dritten Quartal und die Prognose für das vierte Quartal auf vergleichbarer Basis implizieren, dass der Umsatz im zweiten Halbjahr um 2 Prozent unter dem Umsatz des ersten Semesters liege, urteilte UBS-Analyst Francois-Xavier Bouvignies. Frühere Kommentare seien dagegen von einem leicht höheren Umsatz im zweiten Halbjahr ausgegangen.

Ein grosser Teil des Umsatzes unter dem Konsens liege daran, dass die Dekonsolidierung von Umsätzen aus verkauften Geschäften nicht korrekt modelliert worden sei, gaben die Analysten von JPMorgan zu bedenken. Der Rest sei auf die Volatilität des Autogeschäfts wegen Lieferengpässen zurückzuführen und auf eine kleinere Fehlmodellierung des Verlusts des Apple-Geschäfts.

Auch die EBIT-Margenprognose von AMS für das vierte Quartal liege in der Mitte der Bandbreite um 15 Prozent unter dem Konsens, kritisierten Analysten. Die Experten erwarten eine Senkung des EBIT-Konsenses für das Gesamtjahr im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich.

jb/rw