Dormakaba erzielt höheren Reingewinn - Dividende von 15 Franken vorgeschlagen

Rümlang (awp) - Dormakaba hat mit seinen definitiven Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr nicht mehr für grosse Überraschungen gesorgt. Nach den enttäuschenden Umsatzzahlen vom Juli hat das Schliesstechnik-Unternehmen noch den Reingewinn publiziert: Vor allem dank Akquisitionen konnte das Rümlanger Unternehmen hier ein Plus erzielen. Die Dividende wird nun leicht erhöht.

Konkret steigerte Dormakaba im per 30. Juni beendeten Geschäftsjahr 2017/18 den Reingewinn um 6,3 Prozent auf 238,7 Millionen Franken. Trotz der Gewinnwarnung vom Juli können sich die Aktionäre über eine höhere Dividende freuen: Die Auszahlung wird um einen auf 15 Franken je Anteilsschein angehoben.

Wie bereits früher kommuniziert, ging der Umsatz um knapp 13 Prozent auf rund 2,84 Milliarden Franken nach oben, wie das Unternehmen am Dienstag bestätigte. Das wichtige organische Wachstum betrug rund 2,6 Prozent, nach 4,3 Prozent im Vorjahr.

Das operative Ergebnis auf Stufe EBTIDA legte um gut 11 Prozent auf 431,0 Millionen Franken zu. Im Rahmen der vorläufigen Zahlen im Juli war noch von einem Anstieg von 10 Prozent die Rede gewesen. Die entsprechende Marge bleibt mit 15,2 Prozent aber unter dem Vorjahreswert (15,4 Prozent).

Unter den Erwartungen

Das Ergebnis liege unter den Erwartungen, räumt der Konzernchef und designierte Verwaltungsratspräsident Riet Cadonau in der Mitteilung ein. "Angesichts des Integrationsfortschrittes sind die Resultate des Geschäftsjahres 2017/18 aber solide", lässt er sich zitieren. Man habe gute Fortschritte in der Transformation von einem internationalen Nischenplayer hin zu einem globalen Vollsortimentsanbieter erzielt, so der Manager.

Für das durchzogene Resultat waren mehrere Gründe verantwortlich. So können geplante Effizienzgewinne in Deutschland erst sechs Monate später als geplant realisiert werden. Weiter litt das Projektgeschäft mit elektronischen Zugangskontrollen unter Integrationsmassnahmen. Und schliesslich verlangsamten sich in den USA sowohl das Geschäft mit Bankomatschlössern als auch das Servicegeschäft mit Drittprodukten.

Ausblick vom Juli bestätigt

Bereits im Juli hatte sich Dormakaba auch zu seinen Zielen geäussert. Mittelfristig soll eine angestrebte EBITDA-Marge von 18 Prozent statt wie geplant 2018/19 spätestens im Geschäftsjahr 2020/21 erreicht werden, bestätigt das Management am Dienstag. Dann soll auch das organische Umsatzwachstum bei den anvisierten 200 Basispunkten über dem Wachstum des Bruttoinlandprodukts der für Dormakaba relevanten Märkte liegen.

Für das laufende Geschäftsjahr 2018/19 geht Dormakaba nun von einer EBITDA-Marge im Bereich von 16 bis 16,5 Prozent aus. Das organische Umsatzwachstum soll sich auf dem Niveau des Vorjahres bewegen.

Ferner kommt es zu einer Veränderung im Verwaltungsrat: Elton SK Chiu tritt aus dem Gremium zurück, an seiner Stelle wird Jens Birgersson zur Wahl vorgeschlagen.

kw/ra