Arundel weist im Halbjahr Verlust aus

Zürich (awp) - Die an der Schweizer Börse kotierte Investmentgesellschaft Arundel ist im ersten Halbjahr 2021 in die roten Zahlen gerutscht. Nach einem Gewinn von 2,6 Millionen US-Dollar im Vorjahr erlitt die Firma von Januar bis Juni 2021 einen Verlust von 5,5 Millionen Dollar

Dies gab Arundel am Freitagabend in einer Mitteilung bekannt. Infolgedessen verringerte sich das Eigenkapital von 38,3 Millionen per Ende 2020 auf 32,9 Millionen am 30. Juni 2021. Auf operative Ebene lag der Verlust in der Berichtsperiode lediglich bei 0,9 Millionen, dazu kamen aber unter anderem noch Finanzierungskosten von 4,3 Millionen Dollar.

Das Unternehmen erzielte insgesamt einen leicht höheren Ertrag von 5,0 Millionen Dollar (VJ 4,6 Mio). 75 Prozent der Einnahmen stammten laut Mitteilung aus Mieteinnahmen und die restlichen 25 Prozent aus Anlageberatungstätigkeiten. Diese Aufteilung sei vergleichbar mit dem letzten Jahr, hiess es.

Zum 30. Juni 2021 sei die unabhängige Bewertung der an den Freistaat Sachsen vermieteten Anlageimmobilien (die "Leipziger Immobilien") im Vergleich Ende 2020 um 1,1 Prozent auf 146,9 Millionen Euro gefallen. Dieser Rückgang resultiere in erster Linie aus einem Anstieg der Kapitalisierungs- und Abzinsungssätze, die bei der Erstellung der unabhängigen Bewertung verwendet worden seien. Entsprechend seien Fair-Value-Verluste in Höhe von 2,0 Millionen US-Dollar ausgewiesen worden, schrieb Arundel.

Es gelte hier anzumerken, dass etwa ein Viertel des Anstiegs der jeweiligen Renditen seit dem 30. Juni 2021 rückgängig gemacht worden sei, was bei einer Neuberechnung heute zu einer Verringerung der Verluste aus dem Zeitwert führen würde. Darüber hinaus habe sich der Euro gegenüber dem US-Dollar um gut 3 Prozent abgeschwächt, was zu einer Verringerung des Nettoengagements in Euro geführt habe. Das Management werde weiterhin nach Möglichkeiten suchen, um die teureren Schulden der Gruppe zu refinanzieren und andere Ausgaben kurz- bis mittelfristig zu senken und damit die Unsicherheiten im aktuellen Umfeld zu bekämpfen.

Urteil bald erwartet

Weiter gab das Unternehmen ein Update zum Rechtsfall einer Tochter in Grossbritannien. Diese war 2018 von einem unzufriedenen Investor auf 15,25 Millionen britische Pfund zuzüglich Kosten, Auslagen und Zinsen verklagt worden. Der Prozess wurde - wie bekannt - im Juli abgeschlossen. Eine endgültige Entscheidung des Gerichts könne jederzeit erfolgen, hiess es nun in der aktuellen Mitteilung.

Bei einem für das Unternehmen günstigen Urteil könnte Arundel ein Teil der Kosten für die Rechtsverteidigung zugesprochen werden, die sich bisher auf über 1,3 Millionen US-Dollar belaufen würden und seit 2018 in der Erfolgsrechnung verbucht würden. Auf der anderen Seite könnte ein ungünstiges Urteil "wesentliche negative Auswirkungen" haben. Es sei derzeit nicht vorherzusehen, wie das Urteil ausfallen werde, betonte Arundel.

uh/jb