Komax peilt Vorkrisenniveau an

Dierikon (awp) - Der Maschinenhersteller Komax konnte sich noch nicht komplett von der Pandemie erholen. Für das Gesamtjahr erwartet die Komax-Gruppe aber dank einem hohen Auftragsbestand wieder einen Umsatz auf Vorkrisenniveau.

Konkret hat Komax im ersten Halbjahr 2021 einen Umsatz von 183,3 Millionen Franken erzielt, was gegenüber der Vorjahresperiode einen Anstieg von 26,2 Prozent bedeutet, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Im Vergleich zu 2019, vor dem coronabedingten Nachfrageeinbruch in der Automobilindustrie, stellt dies aber einen Rückgang von rund 10 Prozent dar. Dies bestätigt die Vorausinformation von Komax im Juli.

Der Umsatzrückgang wirkte sich auch auf den Gewinn aus. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug im ersten Halbjahr 14,1 Millionen Franken. Dank den Kostensparmassnahmen konnte der Verlust von 4,7 Millionen Franken aus dem ersten Halbjahr des Vorjahres 2020 wett gemacht werden. Unter dem Strich verblieb ein Gewinn nach Steuern von 8,4 Millionen nach einem Verlust von 11,6 in der Vorjahresperiode.

Automobilbranche erholt sich

Seit Mai macht sich eine Besserung bemerkbar. Vor allem im zweiten Quartal hat sich die Automobilindustrie - in der Komax rund 80 Prozent seines Umsatzes erwirtschaftet - wieder erholt. Der Bestellungseingang stieg gegenüber Mitte 2020 um 59,3 Prozent auf 229,1 Millionen Franken. Seine Zahlen vom Juli korrigierte Komax somit leicht nach unten. Der Auftragseingang liege somit um 10,8 Prozent über dem Vorkrisenniveau vom ersten Halbjahr 2019.

Dank den höheren Bestellungen erwartet die Komax-Gruppe weiterhin, dass der Gesamtjahresumsatz das Niveau von 2019 erreichen werde. Damals lag der Umsatz bei 417,8 Millionen Franken. Die EBIT-Marge von 2019 von 5,8 Prozent soll im laufenden Jahr mit "über 8 Prozent" noch übertroffen werden. Eine Voraussetzung sei jedoch, dass sich die Marktsituation in der Automobilbranche nicht wieder verschlechtere.

Weiter teilte Komax einen Abgang in der Geschäftsleitung mit. So wird Marcus Setterberg, Leiter des Geschäfts mit Prüfsystemen, das Unternehmen per Ende 2021 verlassen. Die Suche nach seiner Nachfolge sei eingeleitet, heisst es weiter.

kae/an