Korr: Metall Zug schrumpft nach Abspaltung von V-Zug deutlich

(Korrigiert eine Meldung vom 18.3.: Die Angaben zu den Kosten für Bodensanierungen wurden weggelassen; sie wurden schon 2019 verbucht)

Zug (awp) - Die Industriegruppe Metall Zug hat im Geschäftsjahr 2020 massiv weniger Umsatz erzielt. Prägend für das vergangene Jahr war nebst der Pandemie vor allem die Abspaltung von V-Zug, dem Geschäftsbereich Haushaltapparate, Mitte des Jahres.

So hat sich der Umsatz um knapp einen Drittel auf 826,3 Millionen Franken deutlich reduziert, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Hier ist allerdings noch der Umsatz von V-Zug aus dem ersten Semester von rund 290 Millionen enthalten. Bereinigt um diesen Effekt sowie um Währungs- und Akquisitionseffekt ergibt sich für die fortgeführten Geschäfte ein Umsatzminus von 7,8 Prozent.

Der operative Gewinn (EBIT) brach um 60 Prozent auf 15,5 Millionen Franken ein, belastet vom Umsatzrückgang. Ausserdem entstand durch die Abspaltung von V-Zug ein negativer Effekt in der Höhe von 25,9 Millionen. Dies ist der Gewinn, den die Sparte noch im zweiten Semester 2019 zum Gewinn beigetragen hatte.

Der Reingewinn halbierte sich denn auch auf 14,3 Millionen Franken. Die Dividende soll erneut 17 Franken je Namenaktie B betragen. Im Vorjahr lag die ordentliche Ausschüttung ebenfalls auf dieser Höhe, hinzu kam aber als Abfindung für die Abspaltung von V-Zug eine Sachdividende.

Medical Devices und Wire Processing mit Verlust

Die einzelnen Geschäftsbereiche seien durch die Massnahmen zur Bekämpfung von Covid unterschiedlich stark betroffen gewesen, heisst es zum Geschäftsjahr. So legte Belimed Life Science beim Umsatz zu und derjenige von Belimed Infection Control ging nur leicht zurück. Die Geschäftsbereiche Medical Devices und Wire Processing mussten hingegen deutliche Umsatzrückgänge und in der Folge negative Betriebsergebnisse hinnehmen.

Knapp negativ war auch das Ergebnis der neuen Sparte "Andere", welche Belimed Life Science, die Gehrig Group AG und das Berichtssegment Corporate zusammenfasst. Der Geschäftsbereich Technologiecluster & Infra war von Covid kaum betroffen und konnte auch während der Pandemie alle Bauvorhaben planmässig weiterführen.

Metall Zug ist auch nach der Abspaltung mit 30 Prozent an V-Zug beteiligt und will das auch längerfristig bleiben. Die Familie Buhofer, welche laut den letzten Angaben rund zwei Drittel an Metall Zug hält, will langfristig in beiden Gesellschaften investiert bleiben.

Zu den Erwartungen für das Geschäftsjahr 2021 werden noch keine Angaben gemacht.

cf/rw