Logitech-Aktien leiden nach starken Quartalszahlen unter Gewinnmitnahmen

Zürich (awp) - Die Aktien des Computerzubehörherstellers Logitech sind am Dienstag mit deutlichen Abgaben in den Handel gestartet. Nach durchwegs überzeugenden Quartalszahlen nehmen die Anleger Gewinne mit. Eine leise Enttäuschung ist, dass Logitech die Jahresprognose für einmal nicht erhöht hat.

Gegen 09.30 Uhr fallen Logitech an der Börse um 5,4 Prozent auf 105,20 Franken zurück, während der Gesamtmarkt (SPI) um 0,77 Prozent verliert. Seit Jahresbeginn haben Logitech stark an Wert gewonnen und Anfang Juni bei 124,90 Franken ein Allzeithoch erreicht. Aktuell machen die Anleger Kasse.

Denn im ersten Quartal ist Logitech weiter kräftig gewachsen und hat die Ergebnisse in die Höhe geschraubt. Mit den Zahlen schlug der Konzern die Erwartungen der Analysten teils deutlich.

Das kräftige Umsatzplus von 66 Prozent im Startquartal zeuge von einer ungebrochen robusten Nachfrage nach den Produkten von Logitech, schreibt Andreas Müller von der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Zu überzeugen wussten vor allem die Produktkategorien Gaming, Pointing Devices sowie Audio & Wearables.

Das Wachstum hat auch auf die Profitabilität der Gruppe durchgeschlagen. Die Bruttomarge kletterte mit 43,8 Prozent ans obere Ende des angestrebten Zielbereichs von 39 bis 44 Prozent und auf Stufe EBIT konnte Logitech das Ergebnis verdoppeln. Gleichwohl belässt das Management die EBIT-Jahresprognose unverändert bei 800 bis 850 Millionen Dollar.

UBS-Analyst Jörn Iffert sieht bei der EBIT-Vorgabe Raum für Aufwärtsrevisionen in Höhe von 10 Prozent und mehr. Die bestätigte Jahresvorgabe sei als konservativ zu beurteilen. Mit 1,07 Milliarden Dollar liegt die EBIT-Schätzung der UBS klar über der Guidance.  

Logitech habe die Marge vor allem dank positiven Mixeffekten, höheren Volumina und guter Kostenkontrolle steigern können, hält ZKB-Analyst Müller fest. Und es sei davon auszugehen, dass Logitech weiter von den strukturellen Wachstumstrends Gaming, Videokonferenzen und hybriden Arbeitsmodellen profitieren kann, so Michael Foeth von der Bank Vontobel.

mk/pre