SHL rutscht im Semester tiefer in Verlustzone

Tel Aviv (awp) - Der israelische Telemedizin-Anbieter SHL hat im ersten Semester 2021 weiterhin unter den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie gelitten. So diene die Pandemie einerseits zwar als Katalysator für die Integration der Telemedizin in das Gesundheitswesen, anderseits wirke sie sich nach wie vor aber auch negativ auf die Geschäftstätigkeit des Unternehmens aus, teilte SHL am Donnerstag mit.

Gleichzeitig habe man aber in den ersten sechs Monaten 2021 Fortschritte bei der Umsetzung der Wachstumsstrategie erzielt. SHL baut etwa weiterhin strategische Kanäle auf, um die Pipeline von Kundenprojekten zu verbreitern, hiess es dazu in der Mitteilung.

In den ersten sechs Monaten setzte das Unternehmen 21 Millionen Dollar um. Dies liegt um 1,5 Millionen über dem Vorjahreswert. Sowohl auf dem deutschen als auch dem israelischen Markt stiegen die Einnahmen leicht.

Das Betriebsergebnis (EBITDA) kam im Berichtszeitraum bei 2,1 Millionen Dollar zu liegen (-25%). Unter dem Strich erzielte das an der Schweizer Börse SIX kotierte Unternehmen in der ersten Jahreshälfte einen Verlust von 10,3 Millionen US-Dollar nach einem knappen Gewinn von 0,1 Millionen im Vorjahr. Den Verlust begründet SHL mit ausserordentlichen, nicht zahlungswirksamen Finanzaufwendungen für Aktienoptionen aus Kapitalerhöhungen.

Mediton ab September konsolidiert

Wie die Gesellschaft weiter berichtete, wird die Mediton Group, an der SHL eine Mehrheitsbeteiligung erworben hat, seit dem 1. September 2021 konsolidiert.

Um die Auswirkungen der Einbeziehung der Mediton Group aufzuzeigen, hat SHL gleichzeitig Proforma-Ergebnisse für das erste Halbjahr 2021 inklusive der Beteiligung vorgelegt. Sie zeigen einen Umsatz von 32,0 Millionen USD, was einem Wachstum von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entsprechen würde. Unter Einbeziehung der Mediton Group kommt der Proforma-EBITDA bei 6,4 Millionen Dollar zu liegen.

Rückblickend heisst es in der Mitteilung weiter, SHL habe in allen Märkten Fortschritte erzielt. Dazu zählt die Abwicklung der virtuellen Arztbesuche für die Krankenkasse Barmer in Deutschland oder auch ein mehrjähriger Grossauftrag der AOK Bayern im Bereich chronische Krankheiten.

hr/rw