LafargeHolcim kauft Hersteller von Betonfertigteilen in Rumänien

(Mit Analystenkommentaren und Aktienkurs ergänzt)

Jona (awp) - Der Baustoffkonzern LafargeHolcim übernimmt die rumänische Firma Somaco. Das Unternehmen sei im osteuropäischen Land ein führender Hersteller von Betonfertigteilen, wie LafargeHolcim am Montag mitteilte. Somaco beschäftige 750 Mitarbeiter und habe zuletzt einen Nettoverkaufsertrag von 56 Millionen Euro erzielt.

Verkäuferin ist den Angaben zufolge die Beteiligungsgesellschaft Oresa. Zum Preis wurden keine Angaben gemacht. Die Transaktion, die noch den Segen der Wettbewerbsbehörden braucht, werde voraussichtlich im vierten Quartal 2019 abgeschlossen.

Die gekaufte Firma Somaco betreibt gemäss der Mitteilung in Rumänien fünf Betonfertigteilwerke sowie ein Werk für Porenbetonsteine. Konkret würden Betonfertigteile für Brücken, Tunnel, U-Bahnen und Logistikplattformen sowie für den Wohnbau hergestellt.

Schnell wachsender Markt

LafargeHolcim erwartet, dass der rumänische Markt für Betonfertigteile in den kommenden Jahren weiter schnell wachsen wird, wie es weiter hiess. Bislang war der Konzern in Rumänien nur in den Bereichen Zement, Transportbeton und Zuschlagstoffe präsent.

Die Übernahme von Somaco ist laut den Angaben bereits die sechste Ergänzungsakquisition des Zementkonzerns im laufenden Jahr.

"Vernachlässigbarer Effekt"

Analysten kommentieren den Zukauf wohlwollend: Die Übernahme entspreche der Strategie, das kleinste Konzernsegment "Lösungen & Produkte" auszubauen, schrieb etwa der Experte der ZKB.

Auf Konzernstufe sei der akquisitorische Beitrag aber zu vernachlässigen; er mache bloss rund 0,2 Prozent des Konzernumsatzes aus und auch nur knapp 3 Prozent des Segmentes "Lösungen & Produkte".

Ähnlich klingt es bei Vontobel: Mit der Veräusserung des margenschwachen Geschäfts in Südostasien auf der einen Seite und den nun erfolgenden Akquisitionen auf der anderen setze das Management konsequent die "Portfolio-Rotationsstrategie" um. Dies sollte in den Augen des Vontobel-Experten zu einer Neubewertung der Aktien führen, weshalb er auch bei seiner Kaufempfehlung und dem Preisziel von 60 Franken bleibt.

Die LafargeHolcim-Papiere notieren am Montag um 10 Uhr bei 48,53 Franken, was einem Plus von 0,3 Prozent entspricht.

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