Rieter verzichtet wegen Coronakrise auf Ausblick für 2020

Winterthur (awp) - Der Industriekonzern Rieter kassiert wegen der Coronakrise den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr. "Es ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht abzusehen, wie sich die globale Covid-19-Pandemie auf Umsatz und Ergebnis von Rieter im ersten und im zweiten Halbjahr 2020 und damit auch für das Gesamtjahr 2020 auswirken wird", schrieb das Winterthurer Unternehmen am Donnerstag in einem Communiqué.

"Rieter verzichtet daher auf einen Ausblick für das Geschäftsjahr 2020", hiess es weiter. Der Konzern will im Rahmen der Halbjahresberichterstattung am 16. Juli 2020 entsprechend informieren. Bislang hatte Rieter erwartet, dass der Umsatz und das operative Ergebnis im zweiten Halbjahr über dem Niveau der Vorjahresperiode liegen würden.

Das Unternehmen habe die notwendigen Massnahmen getroffen, um die Mitarbeitenden zu schützen und die Verpflichtungen gegenüber Kunden soweit wie möglich einzuhalten, schrieb Rieter. Dank der langjährigen Kundenbeziehungen, der globalen Aufstellung und der finanziellen Stabilität des Unternehmens werde Rieter die Herausforderungen durch die Pandemie erfolgreich meistern.

An der heutigen Generalversammlung, die ohne Anwesenheit der Aktionäre stattfand, wurde eine Dividende von 4,50 Franken pro Aktie beschlossen. Verwaltungsratspräsident Bernhard Jucker und die Verwaltungsratsmitglieder This Schneider, Michael Pieper, Hans-Peter Schwald, Peter Spuhler, Roger Baillod, Carl Illi und Luc Tack wurden für eine weitere Amtsdauer von einem Jahr bestätigt. Auch die übrigen Anträge seien angenommen worden, hiess weiter.

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