Walliser Kantonalbank verdient im Halbjahr etwas mehr

Sitten (awp) - Die Walliser Kantonalbank (WKB) hat im ersten Halbjahr 2019 leicht mehr verdient. Der Geschäftserfolg als wichtigste operative Grösse legte um 1,8 Prozent auf 60,0 Millionen und der Reingewinn um 1,4 Prozent auf 51,8 Millionen Franken zu.

Die Bank habe ihr Wachstum in einem Umfeld fortgesetzt, das von Marktunsicherheiten und von anhaltenden Negativzinsen geprägt gewesen sei, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Insgesamt stiegen die Erträge um 1 Prozent auf 123,3 Millionen Franken. Der Hauptteil stammte dabei aus dem Zinsengeschäft, dessen Bruttoerfolg "trotz des negativen Umfeldes und des hohen Margendrucks" um 1,6 Prozent auf 81,1 Millionen anstieg. Um knapp 1 Prozent auf 19,5 Millionen nahm der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft zu.

Cost-Income-Ratio unter 50 Prozent

Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft, das hauptsächlich aus dem Devisengeschäft besteht, sank dagegen um knapp 1 Prozent auf 13,2 Millionen. Beim kleinsten Posten, dem übrigen Erfolg, blieb ein Minus von gut einem Drittel auf 6,4 Millionen Franken.

Eine positive Entwicklung gab es bei den Kosten, konnte doch der Geschäftsaufwand leicht auf 57,2 Millionen Franken verringert werden. Grund dafür war ein leicht tieferer Personalaufwand, während der Sachaufwand stabil war. Das für Banken wichtige Verhältnis aus Kosten und Erträgen, die sogenannte Cost-Income-Ratio, belief sich in der Berichtsperiode damit auf starke 46,4 Prozent. Ein Wert unter 50 Prozent gilt in der Branche als sehr gut.

Bilanzsumme nimmt zu

Die WKB hat im ersten Halbjahr zusätzliche Hypotheken vergeben, wobei das Total der Forderungen um 2,5 Prozent oder 245 Millionen auf 10,2 Milliarden Franken zugenommen hat. Die Forderungen gegenüber Kunden seien dagegen leicht gesunken, was hauptsächlich auf Rückzahlungen von Krediten zurückzuführen sei. Insgesamt lag die Bilanzsumme zum Stichtag bei 16,7 Milliarden Franken.

Für den weiteren Jahresverlauf zeigt sich die WKB zuversichtlich. Sie rechnet - falls sich die Wirtschaftslage nicht verschlechtert - für das zweite Halbjahr mit Ergebnissen auf Vorjahresniveau und entsprechend auch einem Jahresgewinn in Höhe des "soliden Ergebnisses 2018".

uh/kw