Mobimo steigert Gewinn im Corona-Krisenjahr

Luzern (awp) - Die Coronavirus-Pandemie ist auch an der Immobiliengesellschaft Mobimo nicht spurlos vorübergegangen. Die Mieteinnahmen stagnierten. Dennoch konnte der Gewinn dank Entwicklungs- und Promotionserfolgen sowie des hohen Wohnanteils gesteigert werden. Die Aktionäre sollen eine unveränderte Dividende von 10,00 Franken je Aktie im Rahmen einer Nennwertrückzahlung erhalten.

Mobimo erwirtschaftete 2020 ein Betriebsergebnis (EBIT) exklusive Neubewertungen von 111,5 Millionen Franken (VJ 82,5 Mio) , wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Der Gewinn beläuft sich auf 69,7 Millionen (61,7 Mio).

Der Erfolg aus Neubewertung beträgt derweil 34,3 Millionen Franken und sei zu einem grossen Teil operativ erwirtschaftet, heisst es. Mit diesen Zahlen Mobimo hat die Erwartungen insgesamt übertroffen.

Der Vermietungserfolg ging coronabedingt minim zurück auf 105,1 (106,7) Millionen Franken. Die Unterstützungsmassnahmen für die Mieterschaft aus den Branchen Gastronomie, Hotel und Detailhandel beliefen sich den Angaben zufolge auf 6,5 Millionen Franken. Der Erfolg aus Entwicklungen und Verkauf beträgt 36,8 (3,0) Millionen Franken.

Das Anlageportfolio habe aufgrund seiner Diversifikation und des hohen Wohnanteils die teilweise coronabedingten Marktkorrekturen insbesondere bei Hotelimmobilien gut absorbieren können, heisst es in der Mitteilung.

Leerstand gestiegen

Der Leerstand im Anlageportfolio ist im Berichtsjahr auf 5,5 Prozent von 3,8 Prozent im Jahr zuvor gestiegen. Im Bereich Wohnen sei die Vermietung weiterhin dynamisch. Dagegen gestalte sich die Erstvermietung von kommerziellen Flächen momentan eher anspruchsvoll, heisst es.

Obwohl das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben in der Schweiz derzeit noch stark eingeschränkt ist, gibt sich Mobimo bezüglich des weiteren Verlaufs der Pandemie und der konjunkturellen Erholung vorsichtig optimistisch. Man sei gut aufgestellt und für kommende Herausforderungen gerüstet, heisst es.

Mobimo ist schwergewichtig in den Regionen Zürich und Luzern investiert, wo sich jeweils rund 40 Prozent des Portfolios befinden. Rund zwei Fünftel des Mietertrags werden im Wohnbereich erzielt.

pre/uh